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Space-basierte Solarenergie: Neue Projekte und Perspektiven

Space-basierte Solarenergie gewinnt weltweit an Bedeutung – von orbitalen Projekten bis zu Rekordwerten in Europa und Australien.

anltx Redaktion3 min Lesezeit Mit KI erstellt

Was ist passiert

Das Live Science-Magazin berichtet, dass space-based solar power (SBSP) wieder verstärkt ins Blickfeld rückt. In China läuft das Programm ZhuRi ("Chase the Sun"), Japan verfolgt das OHISAMA-Projekt, das Vereinigte Königreich arbeitet mit Space Solar, und sowohl die Caltech als auch die US-Luftforschungslaboratorie planen Leistungstransfer-Experimente. Alle genannten Projekte peilen Teststarts in den nächsten fünf Jahren an.

Gleichzeitig deutet ein Bericht des Jalopnik-Magazins auf einen anhaltenden globalen Solar-Boom hin. Das weltweite Solarleistungsvolumen habe von 100 Gigawatt im Jahr 2012 auf aktuell deutlich mehr zugelegt: Bis 1 Terawatt habe 10 Jahre gedauert, bis 2 Terawatt weitere drei Jahre und bis 3 Terawatt unter zwei Jahre. Prognosen zufolge soll die Welt bis 2036 etwa 9 Terawatt installierte Solarleistung erreichen. Im Juni 2026 habe die Europäische Union erstmals 25 Prozent ihres Stroms aus Solarenergie bezogen – drei australische Bundesstaaten hätten den Bürgern im vergangenen Jahr zudem jeweils tagsüber kostenlosen Strom ermöglicht, und dies ausschließlich über privat installierte Dach-Solaranlagen.

Wichtigste Details mit Datum

  • 1923: Russischer Astronautik-Pionier Konstantin Tsiolkowsky schlägt vor, platzspezifische Spiegel zur Bündelung von Sonnenlicht zu nutzen, um "10 Tassen Kaffee zum Kochen zu bringen".
  • 1968: Luftfahrtingenieur Peter Glaser entwickelt ein Konstrukt für eine "Solarstrom-Satellit"‑Anlage mit Sammler, Konverter und Sender; Platzierung in 36.000 km Höhe in geostationärer Umlaufbahn geplant.
  • 1981: Eine vierjährige Studie des US‑Energieministeriums kommt zu dem Schluss, dass für einen "bedeutsamen" Beitrag von 300 Gigawatt rund 60 Satelliten nötig wären, jeder mit 50.000 Tonnen Gewicht und 55 Quadratkilometer Fläche – das Projekt wurde als nicht finanzierbar erachtet.
  • Juni 2026: Die Europäische Union erreicht erstmals 25 Prozent Solarstrom am Mischstrommarkt.
  • 2026: In drei australischen Bundesstaaten erhalten Haushalte tagsüber kostenlosen Strom aus Dach‑Solaranlagen.

Was ist neu

Das Financex‑Magazin beschreibt ein "Staircase"‑Konzept von TerraSpark: Anstatt direkt mit gewaltigen Orbital‑Kraftwerken zu starten, beginne man mit kabellosem Stromtransfer auf der Erde, wo Kabelinstallation teuer oder unpraktisch sei. Mit jedem Schritt würden technische Unsicherheiten beseitigt, bis hin zu vorhersehbaren Infrastruktur‑Systemen mit modellierbaren Einnahmen. Sinkende Startkosten, industrielle Satellitenfertigung und Fortschritte bei Solarzellen, Robotik und Funkleistungstransfer senken zudem die Einstiegshürden. Mehrere Projekte Ziel Teststarts in den nächsten fünf Jahren.

Warum relevant, für wen

Europa benötige große Mengen zuverlässiger Elektrizität für Elektrifizierung, Industrie, KI und Rechenzentren. Die dafür nötige Infrastruktur dauere teils Jahre bis zur Fertigstellung. Space‑based Solar Power trenne die Ort der Energieerzeugung vom Ort des Verbrauchs – Energie aus der Umlaufbahn könne gezielt zu Empfängerstationen auf der Erde geleitet werden. Die Entwicklung interessiere Investoren sowie Entscheidungsträger in Energie‑ und Raumfahrtpolitik.

Was ist noch unklar

Ob die genannten Projekte tatsächlich bis zu den angepeilten Teststarts in den nächsten fünf Jahren gelangen, bleibe abzuwarten. Weiter offen seien technische Fragen der Energieübertragung und die Langzeitwirtschaftlichkeit von Orbital‑Anlagen. Zudem erwähnen die Quellen Aussichten Australiens im Solarbereich, konkrete Forschungsbrüche aus der Region würden jedoch nicht benannt.

Wie geht es weiter

Erwähnte Projekte planen Teststarts innerhalb von fünf Jahren. TerraSpark skizziert einen Fortschrittsweg: Beginnen mit kabellosem Stromtransfer auf der Erde, schrittweise Überführung größerer Systemkomponenten in den Orbit. Sinkende Launch‑Kosten, fortschrittliche Solarzellen, Robotik und Funkleistungstransfer gelten als Schlüssel faktoren für die Machbarkeit.

Quellen

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