WissenschaftGeomagnetische Aktivität im Oktober

Sonnenaktivität im Oktober: NOAA sieht am 31. Oktober einen schwachen magnetischen Sturm

Die geomagnetische Lage bleibt im Oktober weitgehend ruhig, doch zum Monatsende steigt der Kp-Index wieder. Was die britischen und US-Wetterdienste ankündigen – und was zu GPS, Internet und Stromnetz nicht gesagt wird.

anltx Redaktion3 min Lesezeit Mit KI erstellt

Was die US-Prognose für den Oktober vorsieht

Die geomagnetische Lage im Oktober 2026 bleibt laut einer Prognose der US-Wetterbehörde NOAA überwiegend ruhig. Zwei Tage werden allerdings hervorgehoben: der 31. Oktober ist der letzte Tag im Monat, an dem der Kp-Index voraussichtlich wieder auf 5 steigt – nach den Angaben der Quelle ein „schwacher magnetischer Sturm" (sinngemäß übersetzt).

Bis dahin bleibt die Aktivität niedrig. Der Kp-Index lag am 13. Oktober bei 5, fiel am 14. und 15. auf 3 und bewegte sich vom 16. bis20. Oktober bei 2. Am 21. Oktober steigt er leicht auf 3, am 22. Oktober auf 4 – dieser Wert soll bis zum 23. Oktober anhalten. Laut Quelle entspricht das einer erhöhten Aktivität, aber noch keinem magnetischen Sturm. Am 24. Oktober sinkt der Index wieder auf 3, vom 25. bis 30. Oktober stabilisiert er sich bei 2.

Die britischen Experten sahen das Ereignis anders

Ein weiterer Bericht, diesmal unter Berufung auf den britischen Geological Survey Geomagnetism, beschreibt ein anderes Bild für dieselben Tage. Demnach erreichte ein hochgeschwindiger Strom aus einem Koronalen Loch die Erde und erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden starken Sturmphase vom 13. bis 15. Oktober, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am 16. Oktober. Die Störungen sollten in diesem Zeitraum allmählich bis zum Niveau STORM G1 nachlassen.

Auch das Space Weather Prediction Center erwartete einen Anstieg auf Stufe G1 in der zweiten Hälfte des 13. Oktober, für den 14. und 15. Oktober dann eine ruhige Lage. Die beiden Quellen widersprechen sich damit: NOAA sieht nach dem 13. Oktober nur noch geringe Werte, der britische Dienst rechnet mit einer länger anhaltenden Phase. Zusätzliche Ausbrüche der Koronalen Masse werden als Grund für die längere Dauer angegeben.

Was die Skalen aussagen

Der G-Index beschreibt die Intensität eines geomagnetischen Sturms von 1 bis 5 und entspricht dem K-Index zuzüglich 4; G1 entspricht damit Kp 5. Der K-Index selbst wird von 0 bis 9 eingestuft. Ein Wert von 4 liegt in der genannten Quelle also noch unter der Stufe eines Sturms.

Auswirkungen auf Technik bleiben unbelegt

Die Leserfrage nach GPS, Handy, Internet und Stromnetz lässt sich mit diesen Quellen nicht beantworten. Keine der beiden Meldungen nennt Auswirkungen auf Satellitennavigation, Mobilfunk, Internetverbindungen oder Stromnetze. Die einzigen praktischen Hinweise betreffen die Gesundheit: Wetterfühlige sollen in solchen Perioden ihr Befinden beobachten, Stress vermeiden und den Blutdruck kontrollieren.

Was ist noch unklar

  • Wie die beiden Dienstleister zu ihrer unterschiedlichen Einschätzung für den 13. bis 16. Oktober kommen, bleibt offen.
  • Ein Index von 4 am 22. und 23. Oktober wird als „erhöhte Aktivität" eingestuft, die Frage, ob daraus ein Sturm wird, beantworten die Quellen nicht.
  • Ob und wie stark die genannten Termine in Deutschland, Österreich oder der Schweiz praktisch auftreten, sagen die Quellen nicht.

Wie es weitergeht

Der nächste explicitly terminierte Punkt im NOAA-Forecast ist der 31. Oktober mit einem erwarteten Kp-Index von 5. Ein darüber hinausgehender Ausblick fehlt.

Quellen

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