WissenschaftNASA Perseverance: Staub gefährlich für

NASA Perseverance: Staub erreicht Lungen & Gehirn

Die NASA-Mission Perseverance hat Marsstaub gemessen, der so fein ist, dass er in die menschliche Lunge und ins Gehirn eindringen kann. Die Daten zeigen spezifische Partikelgrößen und chemische Risiken.

anltx Redaktion1 min Lesezeit Mit KI erstellt

Die NASA-Mission Perseverance hat entscheidende Erkenntnisse über den Marsstaub gewonnen, der für zukünftige Astronauten gefährlich sein könnte. Das Rover-System hat über 1.645 Mars-Solzeiteinheiten (Mars sols) Staubpartikel gemessen und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass ein signifikanter Anteil der Partikel unter die 2,5-Mikrometer-Grenze fällt, was für die menschliche Lunge kritisch ist. Zudem wurden Partikel im Bereich von 100 Nanometern identifiziert, die direkt über das Geruchsnervsystem in das Gehirn gelangen können.

Die Analyse ergab, dass verschiedene Materialien des Raumsatzes unterschiedlich viele Staubpartikel sammeln. Teflon sammelte insbesondere die feinsten und gefährlichsten Partikel (unter 100 nm), während Vectran größere Partikel bevorzugte. Dies hat direkte Implikationen für den Schutz von Astronauten: Die Wahl der Raumanzüge bestimmt, welche chemisch reaktiven Staubarten auf die Haut und Kleidung treffen.

Chemisch ist der Staub reich an Eisen und Schwefel sowie Perchlorat-Ionen, die nach Erdstudien das Risiko für Schilddrüsenschäden erhöhen. Die Daten stammen direkt von der NASA JPL und wurden in der PNAS veröffentlicht. Sie liefern den ersten direkten Beweis für diese Partikelgrößen auf dem Mars.

Quellen

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