WissenschaftMensch könnte Eiszeit gestoppt haben: Ne

Mensch könnte Eiszeit gestoppt haben: Neue Studie

Forschende zeigen, dass der Mensch womöglich eine neue Eiszeit verhindert hat, indem er vor 2000 Jahren das Wachstum des Eisschilds wieder begann.

anltx Redaktion2 min Lesezeit Mit KI erstellt

Eine aktuelle Studie aus Kanada liefert einen neuen Blick auf die Klimaveränderungen. Forschende um Nicolás Young von der Columbia University untersuchten die Barnes-Eiskappe im Nordosten Kanadas. Das Eis ist der letzte Rest des Laurentidischen Eisschilds, der einst große Teile Nordamerikas bedeckte.

Die Untersuchung ergab, dass das Eis vor rund 2000 Jahren wieder zu wachsen begann und sich bis etwa 1960 zurückzog. Seit den 1980er-Jahren zieht sich die Eiskappe durchschnittlich vier Meter pro Jahr zurück. Die Ursache sehen die Forscher in der menschengemachten Erderwärmung, die durch steigende Sommertemperaturen verursacht wird.

Das Ergebnis stellt eine verbreitete Vorstellung auf den Kopf: Der Mensch hat womöglich die nächste Eiszeit im Keim erstickt. Ohne die menschliche Erwärmung hätte es laut Young jedoch noch Jahrtausende gedauert, bis die Abkühlung deutlich spürbar geworden wäre. Rund 30'000 Jahre hätte der Eisschild benötigt, um erneut seine frühere kontinentale Ausdehnung zu erreichen.

Die Wissenschaftler datierten Pflanzenreste aus dem Rand des Eises mit Radiokarbonmethode und Beryllium-10-Messungen. Das Muster zeigt eindeutig: Die Schneegrenze wanderte vor rund 3.560 Jahren zurück, bevor sie sich um das Jahr 2000 wieder festsetzte. Dies markiert laut den Autoren den eigentlichen Beginn der nächsten Kaltzeit.

Moderne Modelle deuten darauf hin, dass die Barnes-Eiskappe innerhalb der nächsten Jahrhunderte vollständig verschwinden könnte. Der Verlust des Eisschilds würde die Voraussetzungen für künftige Vergletscherungen verändern.

Quellen

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