Mathematiker Duminil-Copin über KI-Mathematik-Durchbruch
Der Vorfall
Fields-Medaillengewinner Hugo Duminil-Copin zeigte sich nach eigenen Angaben verzweifelt, als er erfuhr, dass die Künstliche Intelligenz von OpenAI nahezu 720 mathematische Probleme gelöst habe. Der Französische Mathematiker berichtete, er habe "in der Nacht geweint", nachdem die KI Probleme gelöst habe, an denen Forschende normalerweise Jahre arbeiten müssten. Unter den Lösungen befänden sich 16 Probleme aus Duminil-Copins Forschungsbereich.
Hintergrund und Datum
Bei einer Konferenz des Société mathématique de France am Donnerstag, 8. Oktober 2026 erklärte Duminil-Copin seine Reaktion. Am Dienstag, 6. Oktober 2026 hatte OpenAI angekündigt, dass sein Sprachmodell 370 mathematische Probleme gelöst habe. Früher im September 2026 hatte das Unternehmen bereits gelöst eines der sieben "Probleme des Millenniums" – die Navier-Stokes-Gleichung – gelöst, die seit 2000 mit einem Preis von einer Million US-Dollar ausgeschrieben war. Auch François Charles von der École normale supérieure beteilige sich an internationalen Bemühungen, ein Rahmenwerk für diese neue Ära der Forschung zu etablieren.
Was sich geändert hat
Künstliche Intelligenz könne nun in wenigen Stunden Demonstrationen mathematischer Probleme erzeugen, die Forschende sonst Jahre kostümen würden. OpenAI habe zudem erstmals ein Problem aus der Liste der sieben "Probleme des Millenniums" gelöst. Die Zahl der von der KI erzeugten mathematischen Manuskripte belaufe sich auf fast 720 Arbeiten.
Warum es wichtig ist
Die Entwicklungen beträfen die gesamte mathematische Forschungsgemeinschaft. Für Forscher wie Duminil-Copin, der sich auf Wahrscheinlichkeitstheorie und statistische Physik spezialisiert habe, stellten die KI-Lösungen eine fundamentale Veränderung der Forschungslandschaft dar. Auch François Charles von der École normale supérieure beteilige sich an internationalen Bemühungen, ein Rahmenwerk für diese neue Ära der Forschung zu etablieren.
Offene Fragen
Wie sich die mathematische Gemeinschaft langfristig mit KI-generierten Beweisen auseinandersetzen werde, bleibe abzuwarten. Auch die geplante Zusammenarbeit Openais mit einem internationalen Beratungsgremium am Institut für Fortgeschrittene Studien in Princeton konkrete Auswirkungen abzuwarten.
Quellen
- «J’ai pleuré» : un mathématicien désespéré face à l’intelligence artificielle qui a réduit son domaine de recherche à néantFermer le panneauOuvrir le panneaulefigaro.fr
- François Charles (Normale Sup) : portrait d’un mathématicien en première ligne du séisme déclenché par OpenAI et Anthropic – L'Expresslexpress.fr
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