Marsili Vulkan: Geologie und Tsunami-Risiken im Mittelmeer
Das vulkanische Unterwassergebiet des Marsili, das sich im südlichen Mittelmeer befindet, ist ein aktuelles Forschungsthema. Laut aktuellen Studien könnte ein Ausbruch dieses Vulkanes unter bestimmten Umständen zu einem Tsunami führen. Der Vulkan liegt etwa 120 km nördlich der Sizilien und 170 km westlich der Calabria. Er erstreckt sich über eine Länge von rund 70 Kilometern und hat eine durchschnittliche Breite von 20 Metern, wobei sein höchster Punkt bei 3000 Metern Höhe liegt und somit etwa 500 Meter unter dem Meeresspiegel positioniert ist.
Ein wichtiger Aspekt der aktuellen Forschung bezieht sich auf die Erdbebenaktivität in Sizilien. Während Experten derzeit keine direkten Korrelationen zwischen den jüngsten Seismizitäten und dem Marsili-Vulkan feststellen, analysieren Wissenschaftler mögliche Szenarien für zukünftige Ereignisse. Ein zentraler Punkt des neuen Berichts ist der potenzielle Risiko einer Frähe (Rutschung) des Vulkanfanges.
Der Bericht unterscheidet zwischen verschiedenen Ausbruchsszenarien basierend auf dem Volumen freigesetzter Gesteine:
- Bei kleinen Rutschungen oder in sehr großen Tiefen werden nur geringe Wellenenergien freigesetzt, die keine Auswirkungen auf Küstengebiete haben. Die Wellenhöhe liegt dabei bei wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern.
- Bei mittleren Volumenfrähen (ca. 2,4 bis 2,7 Kubikmeter) in weniger tiefen Gewässern könnten Tsunami-Wellen von 1 bis 4 Metern entstehen. Diese Wellen könnten Küsten wie die der Kampanien, Basilikaten und Sizilien erreichen.
- Im schlimmsten Fall könnte ein großer Sektor des Vulkanes (ca. 17,6 Kubikmeter) rutschen. Dies würde Wellen mit einer Höhe von über 20 Metern in der Region der Inseln Eolie sowie in Sizilien und Kalabrien verursachen. Die Ausbreitungsdauer wäre dabei etwa 10 Minuten für die ersten betroffenen Gebiete.
Die Quellen belegen, dass Marsili als eines der weitesten Vulkanen Europas gilt und historisch aktive Eruptionen aufweisen kann. Allerdings wird betont, dass er sich in einer anderen geologischen Zone befindet als die aktiven Erdbebenepizentren in Sizilien.
Quellen
VulkanMittelmeerErdbebenTsunamiGeologie
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