Longyearbyen: Permafrost schmilzt, Wasser wird giftig
In Longyearbyen, einem Ort im norwegischen Svalbard-Archipel, der sich in den fünf bis sieben mal schneller wärmt als die globale Durchschnittstemperatur, ist das Trinkwasser durch schmelzendes Permafrosteis kontaminiert. Die Hauptquelle für die Trinkwasserversorgung ist ein künstlicher See namens Isdammen. Experten wie Marjolaine Verret vom University Centre in Svalbard erklären, dass der Kontakt zwischen dem schmelzenden Eis und der darunterliegenden Gesteinsschicht (Schiefer) sowie das Mineral Pirit zu einer chemischen Reaktion führt. Diese Reaktion erzeugt Säure, die Schwermetalle freisetzt.
Die Behörden haben im September letzten Jahres festgestellt, dass das Mangan in den Leitungen 25-fach über dem empfohlenen Grenzwert lag. Dies führte zu einer temporären Absperrung des Systems mit einem zentralen Behälter, der durch eine Brauerei gefiltert wird. Allerdings bleibt der Warnhinweis bestehen: Auch andere Schwermetalle wie Schwefel und Nickel sind超标.
Experten warnen vor den langfristigen Folgen für die Arktis-Region. Da diese Faktoren auch in anderen arktischen Gebieten vorkommen, könnte Longyearbyen ein Vorbeispiel dafür sein, wie Klimawandel Trinkwasserquellen gefährden kann. Die Behörden planen derzeit eine Untersuchung und prüfen verschiedene Lösungen wie neue Leitungen oder Desalinationssysteme, die jedoch aufgrund der extremen Temperaturen technisch sehr aufwendig wären.
Quellen
KlimawandelWasserqualitätArktisNorwegen
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