Hubble-Foto zeigt Galaxienhaufen wie ein lächelndes Gesicht
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops veröffentlicht, auf der Galaxien und Lichtbögen in den Tiefen des Universums die Form eines lächelnden menschlichenGesichts bilden. NASA bezeichnet das Bild als „Smiling Galaxy Cluster“ und hat es über die eigenen Social-Media-Kanäle verbreitet. Die drei vorliegenden Quellen stammen aus der Türkei (Sözcü, NTV, T24); die Aufnahme selbst stammt von der NASA aus den USA, eine deutschsprachige Fassung der NASA-Meldung liegt in den Quellen nicht vor.
Was die NASA erklärt
Die Linien, die das „Lächeln" ausmachen, entstehen laut NASA durch gravitative Linsenbildung: Riesige Strukturen im Universum biegen mit ihrer starken Gravitation den Raum-Zeit-Verlauf, wirken also wie eine kosmische Linse. Dadurch wird das Licht von weiter entfernten Galaxien abgelenkt und erscheint als Bögen. Nach Angaben der NASA lautet die Erklärung sinngemäß übersetzt: Hubble habe beim Beobachten des Universums einen lächelnden Galaxienhaufen vor der Kamera erfasst, und die Linien des Lächelns bestünden aus den Bögen, die der Effekt der gravitativen Linsenbildung erzeuge.
Zur Einordnung des Instruments
Hubble arbeitet laut den Quellen seit 1990 im Orbit. Die türkischen Berichte stellen das Bild als eines der zuletzt aufgezeichneten Bilder des Teleskops dar.
Was neu ist
Neu ist die Veröffentlichung dieser Aufnahme durch die NASA, nicht ein neues Teleskop oder eine neue Beobachtungstechnik. Gravitative Linsenbildung ist ein bereits bekanntes Phänomen; hier sorgt die konkrete Anordnung der Galaxien und Bögen für die Gesichtform. Parallel dazu hatte die NASA am 9. Oktober ein Bild des James-Webb-Teleskops veröffentlicht, in dem Sternentstehung in einer Staubwolke gezeigt wird – dort wurden die Sterne im Infrarotlicht sichtbar gemacht, um den Staub zu durchdringen.
Warum das interessant ist
Der Fall zeigt, wie massiv gravitative Effekte das Erscheinungsbild entfernter Galaxien verzerren. Wer Hubble- oder Webb-Bilder liest, sieht selten das, was ein Objekt direkt abbildet – die Interpretation des Bildinhalts gehört zur Auswertung dazu.
Was ist noch unklar
Die Quellen nennen weder den Namen des Galaxienhaufens noch die Entfernung oder die Namen der beteiligten Galaxien. Ebenso fehlen Angaben zum Aufnahmedatum und dazu, ob die Daten neu aufgenommen wurden oder aus dem Archiv stammen. Ob eine wissenschaftliche Publikation zu diesem Bild vorliegt, geht aus den Quellen nicht hervor.
Quellen
NASAHubbleJames-Webb-TeleskopGravitative LinsenbildungGalaxienhaufenWeltraumteleskop
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