HardwareNeuer Fitbit-Tracker vorbestellbar

Google Fitbit Edge: Fitness-Tracker mit Display, eigenem Fitbit-OS und austauschbarer Batterie

Google bringt mit dem Fitbit Edge einen Tracker zwischen der bildschirmlosen Fitbit Air und der Pixel Watch 5. US-Preis 179,99 Dollar, Verkauf ab 27. Oktober – zur Verfügbarkeit in Deutschland schweigt Google.

anltx Redaktion4 min Lesezeit Mit KI erstellt

Was Google vorgestellt hat

Google hat den Fitbit Edge vorgestellt, einen Fitness-Tracker mit Farbdisplay, integriertem GPS und einer ganzen Reihe von Sensoren. Positioniert wird das Gerät zwischen der bildschirmlosen Fitbit Air und der Pixel Watch 5. CNET formuliert die Zielgruppe so: „weder zu abgeneigt gegenüber Smartwatches noch minimalistisch genug für ein Gerät ganz ohne Display“ (sinngemäß übersetzt). Ob die Mischung aus Air-Design und Funktionen der Pixel Watch 5 wirklich den richtigen Treffer landet, lässt der Autor des Tests offen.

Ausstattung im Überblick

Das 1,34-Zoll-Farb-AMOLED-Display ist laut CNET 46 Prozent größer als beim Charge 6, eine Always-on-Anzeige ist optional. Google spricht von einem „Hybrid-OLED-Display“ (sinngemäß übersetzt) mit Kacheln und konfigurierbaren Zifferblättern. Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium, misst 11,5 Millimeter in der Dicke und ist nach Google-Angabe 45 Prozent leichter als die Apple Watch Series 12.

Das GPS steckt fest im Gerät, die Standortgenauigkeit soll gegenüber Vorgängern um bis zu 40 Prozent besser sein; dazu kommt ein Höhenmesser. Die Herzfrequenzmessung will Google um 40 Prozent genauer als beim Charge 6 hinbekommen haben – CNET will die Angabe später gegen ein Brustgurt testen. An Bord sind zudem Blut Sauerstoff-, Hauttemperatur- und EKG-Messung am Handgelenk. Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends sowie Warnungen bei hoher oder niedriger Herzfrequenz laufen über Google Health Premium. Mehr als 50 Trainingsarten lassen sich direkt am Handgelenk starten, Tempo, Herzfrequenzzonen und Rundenzeiten werden angezeigt. Die Herzfrequenz lässt sich an kompatible Trainingsgeräte übertragen.

Was fehlt: Mikrofon, Lautsprecher und NFC. Kontaktloses Bezahlen mit Google Wallet ist damit nicht möglich – beim älteren Charge 6 war NFC noch vorhanden.

Was Google neu macht

Die Oberfläche arbeitet mit Kacheln und Complication-Ansichten, angelehnt an die Pixel Watch 5, läuft aber weiterhin auf dem eigenen Fitbit-Betriebssystem statt auf Wear OS. Play Store und Gemini fehlen entsprechend, dafür lässt sich das Gerät mit iPhone und Android betreiben. Unterstützt werden Wetter, Alarme, Timer, Mediensteuerung, Google Maps und Benachrichtigungen; Antworten auf Nachrichten per Schnellschablone funktionieren laut CNET nur unter Android.

Neu ist außerdem die vom Nutzer tauschbare Batterie – nach Darstellung von Google der erste Tracker der Marke mit diesem Reparierbarkeitsgrad. Das Gerät nutzt dasselbe Ladegerät wie die Fitbit Air, und laut Google lässt sich zwischen Fitbit-Geräten und der Pixel Watch wechseln, ohne dass die Gesundheitsdaten unterbrochen werden.

Preis und Akku

Vorbestellen lässt sich der Edge für 179,99 US-Dollar im Google Store. Drei Monate Google Health Premium sind enthalten, danach kostet der Dienst laut CNET zehn Dollar pro Monat oder 100 Dollar im Jahr. Bei den Akkuangaben gibt es einen Haken: Google nennt bis zu sieben Tage Laufzeit – allerdings nur mit Raise-to-Wake. Mit Always-on-Display sinkt der Wert nach Unternehmensangaben auf zwei Tage. Fünf Minuten am Ladegerät sollen einen Tag bringen, eine vollständige Ladung dauert rund 90 Minuten.

Für wen das gedacht ist

CNET sieht preislich wenige Tracker dieser Ausstattung: Die Air kostet 100 Dollar, die Pixel Watch 5 400 Dollar. Eine Stufe höher liegen laut Text etwa die Apple Watch SE 3 mit 249 Dollar und die Galaxy Watch 7 mit 300 Dollar. Wer auf kontaktloses Bezahlen Wert legt, zahlt beim Edge also extra.

Was noch unklar ist

  • Ob und wann der Edge in Deutschland oder Europa auf den Markt kommt, sagen die Quellen nicht. Launch und Preise sind in US-Dollar angegeben.
  • Die Angaben zur automatischen Trainingserkennung gehen auseinander: Das Google-Blog spricht von bis zu 100 automatisch erkannten Workouts, CNET von mehr als 40. Neu ist laut dem Blog die Erkennung von Racketsportarten.
  • Wann die Health-Guardian-Funktion auch für die Fitbit Air kommt, ist nicht genannt.
  • Die Genauigkeitswerte für GPS und Herzfrequenz sind Herstellerangaben ohne unabhängigen Test.

Wie es weitergeht

Die Vorbestellung ist seit Montag möglich, der reguläre Verkauf startet am 27. Oktober. CNET kündigt für das Gerät einen Praxistest an, unter anderem zum Vergleich der Herzfrequenzmessung mit einem Brustgurt.

Quellen

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