HardwareNeuer Fitbit-Tracker im Überblick

Google Fitbit Edge: Fitbit-Tracker mit bis zu sieben Tagen Akku und eigenem GPS

Zwischen Pixel Watch 5 und Fitbit Air positioniert Google den neuen Fitbit Edge. US-Preis 180 US-Dollar, Versand ab 27. Oktober – mit GPS, ECG und Hauttemperatur, aber ohne WearOS-Funktionen.

anltx Redaktion4 min Lesezeit Mit KI erstellt

Google stellt den Fitbit Edge vor

Google hat den Fitbit Edge angekündigt, seinen zweiten Fitness-Tracker für 2026. Das Gerät lässt sich laut Anbieter für 179,99 US-Dollar im Google Store vorbestellen, der reguläre Verkauf startet am 27. Oktober 2026. Positioniert wird der Edge zwischen der Smartwatch Pixel Watch 5 und dem schlanken Band Fitbit Air – für Nutzer, die laut Blog einen Tracker „zwischen einer ausgereiften Smartwatch und der stillen Einfachheit eines Bandes“ suchen, wie Google es selbst formuliert (sinngemäß übersetzt).

Die Preise sind US-Dollar-Angaben zum US-Start. Für Deutschland nennen die Quellen weder Termin noch Preis.

Display, Gehäuse und Akku

Der Edge hat ein pillenförmiges 1,34-Zoll-OLED-Touchdisplay in einem schlanken Aluminiumrahmen aus recyceltem Aluminium, Schutzklasse IP68 (5 ATM). Laut Google ist er nur 11,5 Millimeter dünn, das Gehäuse 45 Prozent leichter als das einer Apple Watch Series 12, die Anzeigefläche 46 Prozent größer als bei früheren Trackern. Bedient wird er über den Touchscreen und eine taktile Seitentaste, die Display wecken sowie Workouts starten und pausieren kann.

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu sieben Tage – allerdings nur ohne Always-on-Display. Wie Ars Technica berichtet, sinkt sie mit aktiviertem Dauerdisplay auf rund zwei Tage. Das magnetische Schnellladen liefert laut Google in fünf Minuten einen Tag Laufzeit; der Ladedock entspricht dem des Fitbit Air. Ohne Telefon speichert das Gerät bis zu sieben Tage volle Gesundheitsdaten, 30 Tage Basisdaten.

Sensoren und Trainingsfunktionen

Neu gegenüber dem Fitbit Air ist vor allem das eingebaute GPS, das eine Aufzeichnung im Freien ohne Handy erlaubt. Google beziffert die Verbesserung der Ortungsgenauigkeit gegenüber Vorgängergenerationen auf bis zu 40 Prozent; laut Ars Technica fällt die Genauigkeit dennoch hinter das Dualband-GPS der Pixel Watch zurück.

Weitere Sensoren: Höhenmesser, optische Herzfrequenzmessung, Hauttemperatursensor sowie ECG und Blutsauerstoffsensor, die aus der Pixel Watch übernommen wurden. Im Hintergrund erfasst das Gerät Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends und warnt bei zu hohen oder zu niedrigen Herzfrequenzen. Die Sport-App unterstützt mehr als 50 Trainingsmodi mit Echtzeitdaten, eine automatische Erkennung kategorisiert bis zu 100 Aktivitäten.

Fitbit-Software statt Smartwatch

Trotz des Pixel-Watch-Designs läuft auf dem Edge kein vollständiges WearOS. Er spiegelt Benachrichtigungen vom Telefon, hat aber weder Mikrofon noch Lautsprecher – Antworten sind auf Schnellantworten begrenzt. Gemini-Interaktionen fehlen ebenso wie NFC und damit Bezahlfunktionen per Google Wallet. Zusätzliche Zifferblätter lassen sich nicht herunterladen. Alle Daten gehen per Bluetooth 5.4 an die Google Health App und fließen in den KI-gestützten Health Coach. Drei Monate Google Health Premium sind enthalten; das Abo kostet sonst 10 US-Dollar pro Monat und ist in Google AI Pro enthalten, der Coach lässt sich abschalten.

Preis und Zubehör

Der Edge kostet mit Active Band 180 US-Dollar, als Stephen Curry Special Edition 220 US-Dollar. Zur Einordnung: Das Fitbit Air liegt bei 100 US-Dollar, der Charge 6 startete 2023 bei 160 US-Dollar, die Pixel Watch 5 beginnt bei 350 US-Dollar. Ersatzbänder kosten 40 bis 150 US-Dollar, Google will zuerst eigene anbieten und Drittanbieter später folgen lassen. Farben: Mattschwarz, poliertes Silber, Satin Pyrit und Champagnergold.

Neu und relevant

Erstmals ist ein Fitbit-Tracker als reparierbares Gerät mit austauschbarer Batterie konzipiert – der Tausch erfolgt über den Service, Google rät aber vom Öffnen ab. Wer ein schlankes Band mit mehr Sensoren suchte als das Air, bekommt hier GPS, ECG und Blutsauerstoff, ohne den Preis einer Pixel Watch zu zahlen. Wer ein Always-on-Display braucht, kommt allerdings nicht auf sieben Tage.

Was ist noch unklar

Offen sind Startdatum und Preis für Deutschland sowie weitere Länder. Nicht genannt sind Auflösung, Speicher und Displaytechnik im Detail, ebenso die Frage, welche Funktionen dauerhaft ohne Abo von Google Health Premium auskommen. Auch Reparaturkosten und der Zeitpunkt für Drittanbieterbänder bleiben offen.

Wie es weitergeht

Vorbestellungen laufen bereits, der Versand und Verkaufsstart sind für den 27. Oktober 2026 angesetzt. Zum Start will Google eigene Ersatzbänder anbieten.

Quellen

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