Galaxy S27: Snapdragon steht unter Thermal-Druck, Exynos 2700 als Plan B – und vier Preisstufen im Leak
Beim Galaxy S27 zeichnet sich laut zwei aktuellen Berichten eine Zäsur ab: Samsung prüft offenbar, ob der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 die eigenen Wärme-Anforderungen erfüllt. Sollte Qualcomm das nicht rechtzeitig schaffen, käme der Exynos 2700 in das Ultra-Modell – nach Angaben des Berichts der erste Exynos-Spitzenchip seit dem Galaxy S22 Ultra. Beide Meldungen stammen aus nicht offiziellen Kanälen: Die koreanische Tageszeitung Seoul Economic Daily beziehungsweise Galaxy Club, hier über italienische Tech-Medien verbreitet. Eine Bestätigung von Samsung liegt nicht vor.
Der Snapdragon überhitzt in internen Tests
Laut DDay.it, das die Seoul Economic Daily zitiert, hat Samsungs Mobilabteilung gerade die finale Validierung des Qualcomm-Chips für das für Anfang 2027 erwartete Topmodell abgeschlossen. In internen Tests habe die Temperatur des SoC mehrfach die erwarteten Grenzwerte überschritten, unter hoher und langer Last seien die Leistungen stärker als erwartet zurückgegangen – schneller und mit deutlich größerem Leistungsabfall als bei der Vorgängergeneration. Als Grund wird angeführt, dass das S27 Ultra auf lokale und agentische KI setzen soll und damit strengere Anforderungen erfüllen muss. Qualcomm hatte den Chip erst zuletzt vorgestellt.
Zeitplan gibt den Ton an
Samsung habe Qualcomm die vorläufigen Testergebnisse bereits im September geschickt und eine Verbesserung bis Mitte Oktober verlangt; die geforderte thermische Stabilität sei bislang nicht erreicht worden. Beide Unternehmen arbeiteten weiter und wiederholten die Prüfungen. Die Chipproduktion soll in etwa einem Monat beginnen. Nur wenn Qualcomm die thermischen Ziele innerhalb des zugesagten Leistungsbereichs erreicht, bestätigt Samsung den Snapdragon wie geplant.
Als Alternative steht der Exynos 2700 bereit: ein Chip der neuen Generation, entwickelt in Samsungs Halbleitersparte LSI und gefertigt in den eigenen Gießereien mit dem 2-nm-Prozess der zweiten Generation (SF2P). Der Snapdragon ist dem Bericht zufolge nicht ausgeschlossen, ein Plan B wird aber vorbereitet.
Sparen statt verdienen
Hintergrund ist Samsungs Chip-Budget: Die Ausgaben für Smartphone-Prozessoren stiegen von rund 6.200 Milliarden Won im Jahr 2021 auf rund 13.800 Milliarden Won 2025, im ersten Halbjahr dieses Jahres kamen weitere 7.400 Milliarden Won hinzu. Qualcomm erhöht nach und nach die Preise, Samsung steht damit zwischen akzeptierten Margen und noch höheren Endgerätepreisen. Der Bericht bringt die Chip-Zweifel auch als Druckmittel ins Spiel, um einen Mehrjahresvertrag zu kündigen oder einen niedrigeren Einkaufspreis durchzusetzen – zumal die LSI-Sparte Interesse hat, ihre eigenen Chips wieder in Samsungs Geräten zu sehen.
Kamera: zwei Modelle behalten den alten Sensor
Nach Informationen von Galaxy Club, die Multiplayer.it zusammenführt, sollen Galaxy S27 und S27+ ihre seit 2023 eingesetzte 12-Megapixel-Frontkamera behalten. Für die Modelle S27 Pro und Ultra ist dagegen ein neuer16-MP-Sensor im Gespräch. Im Hintergrunditel heißt es ausdrücklich, es handle sich um inoffizielle Informationen, die mit Vorsicht zu behandeln sind.
Bei der Hauptkamera wird über einen möglichen Wechsel auf 50 MP mit Sony-Sensor spekuliert. Für S27 und S27+ soll Samsung demnach die gleiche 3x-Teleoptik wie im Pro-Modell testen, möglicherweise mit 12 MP; die hochwertigeren Modelle sollen einen 4x-Teleobjektiv mit 50 MP und 1/1,9-Zoll-Sensor oder sogar eine 5x-Konfiguration erhalten.
Preis: vier Stufen von 999 bis 1.499 US-Dollar
Frühere Leaks hatten Preise auf dem Niveau des S26-Starts suggeriert. Aktuellere Angaben nennen 999 US-Dollar für das Basismodell, 1.199 US-Dollar für das S27+, 1.399 US-Dollar für das Pro und 1.499 US-Dollar für das S27 Ultra.
Was ist noch unklar
Beide Themengebiete stammen aus inoffiziellen Quellen; Samsung hat weder zu Chip und Kamera noch zu den Preisen Stellung genommen. Unklar bleibt, wie groß die Leistungseinbußen des Snapdragon tatsächlich ausfallen und ob die Kameraangaben für die Basis-Modelle halten. Euro-Preise und ein möglicher Markstart in Deutschland oder Österreich nennen die Quellen nicht, ebenso wenig einen genauen Veröffentlichungstermin innerhalb des für Anfang 2027 erwarteten Zeitfensters.
Wie es weitergeht
Qualcomm müsste die thermischen Ziele noch vor dem Produktionsstart erreichen, der nach Bericht in etwa einem Monat beginnen soll. Andernfalls entscheidet Samsung über den Wechsel zum Exynos 2700.
Quellen
Galaxy S27SamsungSnapdragonExynos 2700Leak
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