Galaxy OS statt One UI: Samsung plant offenbar Systemumbau zum Galaxy S28
Was passiert
Samsung bereitet nach einem Leak einen tiefgreifenden Umbau seiner Handy-Oberfläche vor. Das Konto „phonefuturist" – zuerst von Gizchina aufgegriffen – will wissen, dass der Hersteller gemeinsam mit Google die seit Jahren weiterentwickelte One UI in ein neu benanntes „Galaxy OS" überführen will. Eine offizielle Bestätigung des koreanischen Konzerns liegt nicht vor; der Bericht selbst nennt das Projekt ein frühes Stadium. Zwei weitere Portale haben die Meldung aufgegriffen, verweisen aber auf denselben Ursprung. Bestätigt ist bislang nur der laufende Ausrollstart von One UI 9 auf aktuelle Galaxy-Modelle.
Die wichtigsten Details
Intern trägt das Vorhaben laut Leak zwei Bezeichnungen: One UI 10 oder Galaxy OS. Als Starttermin wird die Galaxy-S28-Serie im Jahr 2028 ins Spiel gebracht; beides stammt aus dem Bericht und ist nicht bestätigt. Der Zeitpunkt passt zu einem Jubiläum: One UI wird 2028 rund zehn Jahre alt.
Inhaltlich geht es vor allem um KI. Statt einzelne Hilfsfunktionen als Zusatzmodule daneben zu stellen, soll die Intelligenz in die grundlegenden Abläufe des Systems eingebaut werden. Galaxy AI umfasst heute bereits Textbearbeitung, Bildbearbeitung, Live-Übersetzung und kontextbezogene Assistenz. Vorgesehen sind laut Leak kostenlose KI-Grundfunktionen für Alltagstaugliches und zusätzlich kostenpflichtige Dienste externer Anbieter – welche Anbieter, welche Preise und welche Funktionen dauerhaft kostenlos bleiben, wird nicht genannt.
Wichtig für die Einordnung: Keiner der Berichte beschreibt einen Ersatz für Android. Die Rede ist von einer Umbenennung oder gründlichen Überarbeitung der Samsung-Softwareebene, die auf Android aufsetzt, nicht von einem neuen Betriebssystem von Grund auf.
Parallel liefert Samsung One UI 9 aus. Das Update war zuvor auf dem Galaxy Z Fold8 Ultra, Fold8 und Flip8 erschienen und wird seit rund drei Wochen auf Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra ausgeweitet, weitere Geräte sollen folgen. One UI 9 bringt kontextbezogene Funktionen wie „Now Nudge" und „Now Brief", die beide ein Samsung-Konto voraussetzen.
Was ist neu
Zusätzlich beschreibt eine Designstudie namens „Fluid AI Design System" eine Oberfläche, die sich dynamisch um die aktuelle Situation herum anordnet: Nachrichten, Wetter, Navigation, Mediensteuerung und Kalender verschmelzen zu einer einzigen Ansicht, gestaltet mit halbtransparenten Glasflächen und weichen Animationen. Diese Studie ist eine Konzeptstudie und kein bestätigter Bestandteil anstehender Updates. Sie zeigt aber, wohin die Überlegungen gehen.
Ebenfalls neu im Umfeld: Ein Leak zu One UI 9.5 nennt eine KI-Suche direkt im Wählfeld der Telefon-App, über die Kontakte und zugehörige Informationen ohne den Weg über eine separate App gefunden werden sollen. Auch das ist unbestätigt.
Warum das relevant ist
Für Käuferinnen und Käufer ist vor allem die Frage entscheidend, wie viel KI-Funktionen künftig kostenpflichtig werden. Bereits heute variieren KI-Funktionen je nach Modell, benötigen teils ein Samsung-Konto oder eine Netzwerkverbindung.
Datenschutztechnisch existiert in One UI 9 eine Grundlage, die im Blick bleiben dürfte: Galaxy AI lässt sich wahlweise auf dem Gerät oder in der Cloud verarbeiten. Samsungs Personal Data Engine verarbeitet persönliche Daten auf dem Gerät und nutzt den verschlüsselten Speicher KEEP; Knox Vault schützt PINs, Passwörter und biometrische Daten hardwarebasiert. One UI 9 protokolliert außerdem, auf welche Apps KI-Assistenten zugegriffen haben. Ob diese Kontrollen unter einem umbenannten System Bestand haben, ist offen.
Was ist noch unklar
Offen bleiben fast alle harten Fragen: Ob Galaxy OS kommt, ob der Name überhaupt verwendet wird, wer welche Aufgabe zwischen Samsung und Google übernimmt, welche KI-Modelle zum Einsatz kommen und was ein Abo kosten würde. Auch zur Verfügbarkeit in Deutschland, Österreich oder der Schweiz enthalten die Quellen keine Angaben. Die Meldung beruht auf einem einzelnen Leaker.
Wie es weitergeht
Für aktuelle Galaxy-Geräte empfiehlt der Bericht, unter Einstellungen > Software-Update zu prüfen, ob One UI 9 das eigene Modell bereits erreicht hat. Galaxy OS ist demnach keine Produktfunktion, die man heute ausprobieren kann. Wer ein Galaxy S28 im Jahr 2028 wegen des Namens kaufen will, sollte prüfen, was tatsächlich ausgeliefert wird. Ein zweiter unabhängiger Leak, eine Samsung-Markenregistrierung oder Developer-Dokumentation wären die nächste Stufe der Bestätigung.
Quellen
SamsungOne UIGalaxy OSGalaxy S28Künstliche IntelligenzAndroidGerücht
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