Falcon 9 erzeugt „Space Jellyfish“ – CRS-35 mit6.300 Pfund Fracht dockt an der ISS
Der Start
Am Dienstagmorgen, 13. Oktober 2026, ist eine Falcon 9 von SpaceX von Startkomplex 40 der Cape Canaveral Space Force Station in Florida gestartet. An Bord befand sich eine Frachtvariante der Dragon-Kapsel für die 35. kommerzielle Versorgungsmission der NASA (CRS-35) zur Internationalen Raumstation. Space.com nennt 6:35 Uhr US-Ostküstenzeit als Startzeit, die NASA hatte die Mission zuvor für 6:33 Uhr EDT angekündigt.
Weil die Umlaufbahn der Station zu diesem Zeitpunkt nach Norden verlief, flog die Rakete entlang der US-Ostküste. Fotos entstanden unter anderem auf einem Bauernhof in Colbert, Georgia, und in Durham, North Carolina.
Was hinter dem „Space Jellyfish“ steckt
Beim Aufstieg in dünnere, weniger dichte Luft wurde die Ausdehnung der Triebwerksfahne deutlich breiter als die Rakete selbst. Zusammen mit dem hellen Morgenlicht ließ das die Fahne leuchten und verbreitern – der Effekt, den NASA und Beobachter als „Space Jellyfish“ bezeichnen.
Das Kennedy Space Center der NASA erklärte den Zusammenhang am Dienstag auf X sinngemäß übersetzt so: Eine Quall entsteht nahe Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, wenn die Abgasfahne der Rakete hell beleuchtet wird und eine leuchtende Form entsteht, die einer Quall ähnelt. Solche Effekte sind demnach vor allem bei Starts in der Morgen- oder Abenddämmerung zu sehen.
Die wichtigsten Zahlen und Termine
- Mehr als 6.300 wissenschaftliche Untersuchungen und Güter (6.300 Pfund beziehungsweise 2.860 Kilogramm) sind an Bord.
- Die Raketentrennung erfolgte rund 2,5 Minuten nach dem Start. Danach zündete die erste Stufe einen Bremsschub, um auf ihren Landeplatz an der Cape zurückzukehren, während die zweite Stufe mit Dragon weiter in den Orbit flog.
- Zuletzt war ein Personalwechsel an der ISS: Die Crew-12 kehrte am 8. Oktober zur Erde zurück, zuvor war Crew-13 am 1. Oktober auf der Station eingetroffen.
Warum das relevant ist
Die Frachtliste ist vielfältig: Mitgeliefert wird der letzte Satz der ausrollbaren Solararrays der Station. Außerdem sollen Geräte zur Herstellung künstlicher Netzhäute in Schwerelosigkeit, 3D-Herzgewebemodelle für großmaßstäbliche Arzneimitteltests sowie Materialien zur Untersuchung der Glasbildung in Mikrogravitation und Gehirn-Organoide an Bord gehen, die Ansatzpunkte für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose liefern könnten.
Wie es weitergeht
Die Dragon-Kapsel soll nach rund zwei Tagen Anflug autonom an der erdseitigen Andruckvorrichtung des Harmony-Moduls andocken. Die NASA hat ihren Hinweis am 15. Oktober aktualisiert und nennt dafür nun10:30 Uhr EDT. Andere Quellen berichten von einer Ankunft gegen 11 Uhr EDT. Erstere Angabe stammt aus dem jeweils aktualisierten NASA-Hinweis. Die NASA gibt alle Zeiten in Eastern Time an.
Anschließend bleibt Dragon bis Mitte November an der Station. Dann soll die Kapsel die Station verlassen und mit zeitkritischer Forschung und Fracht zur Erde zurückkehren, wo die Landung im Wasser vor der Küste Kaliforniens geplant ist.
Was ist noch unklar
Ob die Andockung zum Redaktionszeitpunkt bereits erfolgt ist, geht aus den Quellen nicht hervor; die Zeitangaben unterscheiden sich zudem. Zu einer Sichtbarkeit des Phänomens aus Deutschland, Österreich oder Ungarn enthalten die Quellen keine Angaben.
Quellen
SpaceXFalcon 9DragonISSNASACRS-35Raumfahrt
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