WissenschaftFalcon 9 startet CRS-35 zur ISS

Falcon 9 bringt Minicerebro und resistente Bakterien zur ISS – CRS-35

Die NASA startete am 13. Oktober die 35. Nachschubmission zur ISS. An Bord: Gehirn-Organoiden, ein Bakterien-Experiment in letzter Phase, kompakte Messtechnik und die letzten IROSA-Solarmodule.

anltx Redaktion3 min Lesezeit Mit KI erstellt

Die NASA hat am Dienstagmorgen, 13. Oktober, mit einer Falcon 9 von SpaceX die 35. kommerzielle Nachschubmission (CRS-35) zur Internationalen Raumstation gestartet. Abflug war um 05:33 Uhr Ortszeit (06:33 Uhr US-Ostküstenzeit) vom Startkomplex 40 auf der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. An Bord der Dragon-Kapsel sind rund 2,85 Tonnen Fracht. Nach NASA-Angaben umfasst sie mehr als 6.300 wissenschaftliche Untersuchungen und Versorgungsgüter. Die Ankunft an der Station ist für Donnerstag, 15. Oktober, gegen 11:00 Uhr US-Ostküstenzeit vorgesehen; das Andocken an das Modul Harmony erfolgt autonom. Die Kapsel soll einen Monat bleiben und Mitte November mit Proben über den Pazifik zurückkehren.

Vier实验 im Mittelpunkt

Die NASA hat vier Studien aus dem Bereich Biologie und Physik hervorgehoben:

  • AVATAR: Aus im Labor gezüchteten Gehirn-Organoiden ("Minicerebros") werden fünf Wochen lang Stichproben im Orbit gehalten und mit identischen Replikaten auf der Erde verglichen. Ziel ist herauszufinden, wie ein kurzer Raumflug Gehirngewebe auf Zellebene beeinflusst.
  • Pflanzenerkrankungen: Gesunde und mit einem pathogenen Pilz infizierte Pflanzen werden auf der Erde und an Bord verglichen, um zu klären, ob Krankheiten in Schwerelosigkeit schneller oder schwerer verlaufen. Die Daten könnten die Auswahl robuster Kulturen für lange Missionen beeinflussen.
  • CERSI: Erster Test eines kompakten Mikroplattenlesers, der Anfang des Jahres schon an der Station eingetroffen ist. Er soll Biomarker wie Antikörper, Antigene und Proteine direkt in der Umlaufbahn messen, statt Proben erst zur Erde zurückbringen zu müssen.
  • GEARS: Vierte und laut NASA letzte vorgesehene Phase, geleitet von Christopher Carr vom Georgia Institute of Technology. Diecrew untersucht wiederholt Oberflächen der Station und analysiert genetisch, wie die antibiotikaresistenten Bakterien Enterococcus faecalis und Enterococcus faecium in einer geschlossenen Schwerelosigkeitsumgebung überleben und sich entwickeln.

Weitere Fracht

Neben Versorgungsgütern für die Crew reisen die letzten beiden ausklappbaren IROSA-Solarmodule mit, die den Stromhaushalt der Station erweitern, sowie ein Notfall-System zur Urinausscheidung, das für die künftige Artemis-III-Mission zum Mond gedacht ist. Ebenfalls an Bord:Experimente zu künstlichen Netzhäuten (LambdaVision-1), dreidimensionalem Herzgewebe (Stellar Spheroids), Glasbildung mit ungewöhnlichen Elementen sowie Organoiden zu entzündlichen Prozessen bei neurodegenerativen Erkrankungen (MINDS).

Warum das interessiert

DieISS-Besatzung der Expedition 75 – sieben Astronautinnen und Astronauten, die im Juli 2026 angekommen sind – übernimmt die Materialien. Die Versuche verbinden Grundlagenforschung mit praktischen Fragen: Bakterienresistenz gilt laut Quelle 2 als weltweites Gesundheitsproblem, die Erkenntnisse aus der Umlaufbahn könnten Hinweise für den Infektionsschutz bei Langzeitmissionen liefern. Der Mikroplattenleser verkürzt den Weg von der Probe zur Auswertung erheblich.

Was ist noch unklar

Die NASA beschreibt bislang nur Ziele und Versuchsaufbauten, keine Ergebnisse; die Auswertung folgt nach der Rückkehr der Proben und üblicherweise einer Begutachtung in Fachzeitschriften. Offen bleibt außerdem, welche Anteile der genannten 6.300 Einträge auf europäische oder deutsche Forschungsprojekte entfallen – dazu machen die Quellen keine Angaben. Auch der genaue Andockzeitpunkt am Donnerstag war bei Redaktionsschluss nur als Vormittagsfenster angegeben.

Wie es weitergeht

Am Donnerstag, 15. Oktober, soll die Dragon an Harmony andocken. Nach rund einem Monat Aufenthalt ist die Rückkehr zum Pazifik für Mitte November vorgesehen, dann beginnt die Auswertung der zurückgebrachten Proben.

Quellen

Diese Meldung wurde mit KI recherchiert und geschrieben. Fehler gefunden? Schreib uns.

Mehr aus Wissenschaft

Alle
WissenschaftStarship benötigt mehrere In-Orbit-Refue

Starship Mondlandung: Refuellierung im Orbit

SpaceX Starship benötigt für den Artemis IV-Mondflug mehrere In-Orbit-Refuellierungen, um das Landungsschiff mit Treibstoff zu füllen. Die Vorgänge sind komplex und werden erst in 2027 getestet.

WissenschaftIPMA modernisiert Schiff Mário Ruivo mit

IPMA: Schiff modernisiert für Forschung

Das portugiesische Institut für Ozeanforschung hat das Schiff Mário Ruivo mit neuen Maschinen und Energieeffizienzmaßnahmen ausgestattet. Die Daten zeigen keine neuen wissenschaftlichen Ergebnisse, sondern technische Modernisierungen.

Für Agenten: Aktionen auf dieser Seite
Werkzeug / APIZweck
get_article
GET /api/articles/{article}
Diese Meldung als Daten (Markdown, Quellen)
Konto optional
list_articles
GET /api/articles
Mehr aus dieser Rubrik
Konto optional

MCP: https://anltx.com/mcp · OpenAPI · llms.txt · Diese Seite als Daten: ?format=json