Dinosaurier: Fossilien zeigen CO2-Überschuss
Ein neuer wissenschaftlicher Befund aus den USA und Italien zeigt, wie unterschiedlich sich das Klima der Erde im Mesozoikum (Dinosaurierzeit) vom heutigen unterscheiden könnte. Eine Studie von Universitäten in Göttingen und Mainz analysierte fossile Zähne, um die Zusammensetzung der Atmosphäre zu rekonstruieren.
Die Forscher fanden heraus, dass Dinosaurier in einem viel stärkeren CO2-Umwelt lebten als heute. Im oberen Jurassikum erreichte die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) Werte von etwa 1.200 ppm, während im späteren Krettaceous sie auf 750 ppm sank. Diese Zahlen sind deutlich höher als die heutigen Werte von rund 430 ppm.
Die Analyse basierte auf Isotopenanalysen des Sauerstoffs in den Zahnspänen. Da der Sauerstoff aus der Luft aufgenommen wird, lässt sich so nachvollziehen, wie viel CO2 in der Atmosphäre vorhanden war. Zusätzlich ergaben die Daten Hinweise auf eine intensive photosynthetische Aktivität der Pflanzen und mögliche Einflüsse von Vulkanismus.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Klima damals anders war als heute. Die hohe CO2-Konzentration könnte auch durch große Vulkaneruptionen verursacht worden sein, wie etwa im heutigen Indien oder in Bolivien, wo Spuren von Titanosauriden gefunden wurden.
Diese Methode eröffnet neue Möglichkeiten für die Wissenschaft, um nicht nur die Form der Fossilien, sondern auch die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre zu verstehen. Die Daten zeigen, dass das Leben damals anders war und dass die Vegetation eine sehr intensive Photosynthese durchführte.
Quellen
FossilienAtmosphäreVulkanismusCO2Mesozoikum
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