3I/ATLAS: Methan hat 13-mal mehr Deuterium als 67P
Das Interstellare Objekt 3I/ATLAS wurde im Juli 2025 entdeckt und bewegt sich seitdem durch den Asteroidenhimmel zwischen Mars und Jupiter. In einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Nature Astronomy analysierten NASA-Spezialisten die chemische Zusammensetzung des Kometen, um Informationen über seine Entstehung zu erhalten. Die Beobachtungen wurden im Dezember 2025 durchgeführt, als das Objekt etwa 2,5 Mal von der Sonne entfernt war.
Die Forscher konzentrierten sich auf den Deuterium-zu-Wasserstoff-Verhältnis (D/H) in Methanmolekülen. Ein deutlicher Unterschied wurde festgestellt: Das Verhältnis im Material des 3I/ATLAS beträgt 13-mal höher als bei dem lokalen Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, der bereits durch die Rosetta-Rakete untersucht wurde. Dies ist das höchste D/H-Verhältnis, das bisher in einem Solar-System-Objekt gemessen wurde.
Diese chemische Abweichung deutet auf eine Entstehung in einer kalten, metallarmen Umgebung hin, möglicherweise vor Milliarden von Jahren. Die hohen kosmischen Strahlungsbedingungen könnten dazu geführt haben, dass die Gase gefroren und mit Deuterium verknüpft wurden. Zudem weist das Objekt auf einen sehr alten Ursprung hin, der weit vor der Entstehung unseres Sonnensystems zurückreicht.
Die Daten stammen aus dem James Webb Space Telescope und bestätigen so ein Phänomen, das bisher nur in theoretischen Modellen vorhergesagt wurde.
Quellen
Interstellare ObjekteKometenJames Webb Space TelescopeAstronomieNASA
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