TÜV-Plakette in Gefahr: 16 Mio. Autos verlieren eCall
In Deutschland soll das 2G-Mobilfunknetz, das seit 2018 als Pflicht für viele Neuwagen verbaut ist, nach und nach abgeschaltet werden. Laut den Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und O2 wird der alte Standard bis Ende 2028 oder sogar bis 2030 komplett aus dem Einsatz genommen. Das direkte Problem betrifft das automatische Notrufsystem eCall, welches derzeit ausschließlich über 2G kommuniziert.
Der Gesetzgeber hat bereits reagiert: Für Neuwagen ab Anfang 2026 muss jedes Fahrzeug ein zukunftssicheres System namens NG eCall (4G/5G) aufweisen. Die Abschaltung des 2G-Netzes ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem Verlust der Zulassung oder einer Mängelbewertung durch den TÜV. Experten wie der TÜV Nord warnen vor dem Risiko, zwischen einem echten technischen Defekt und einem netzbedingten Ausfall zu unterscheiden.
Die Konsequenzen für die Autofahrer sind gravierend: Rund 16 Millionen Fahrzeuge in Deutschland werden ihr eCall-System verlieren. Besonders betroffen sind ältere Gebrauchtwagen (Baujahre 2020–2026) und Neuwagen, bei denen das alte Modul noch verbaut ist. Eine Umrüstung auf moderne Netze wäre technisch nicht einfach und kostspielig.
Wichtige Details:
- Datum: Abschaltung geplant bis Ende 2028 (Telekom/Vodafone) bzw. 2030 (Vodafone).
- Betroffene Fahrzeuge: Rund 16 Millionen in Deutschland, teilweise auch Neuwagen bis 2026.
- Reaktion des TÜV: Keine Mängelbewertung für netzbedingte Ausfälle; Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen Defekt und Netzausfall.
- Handlungsempfehlung: Käufer sollten sich vom Händler bestätigen lassen, dass das Fahrzeug über NG eCall (4G/5G) verfügt. Bei Gebrauchtwagen ist eine Investition in ein zukunftssicheres System dringend erforderlich.
Quellen
TÜVeCallMobilfunkNetzwerkSicherheit
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