Sicherheitslücken in Smartphone-Datentransfer-Apps entdeckt
Was ist passiert
Forscher der TU Graz und des A-SIT haben Sicherheitslücken in gängigen Datenmigrations-Apps für den Smartphone-Wechsel aufgedeckt. Diese Apps von Google, Samsung, Vivo, Xiaomi, Oppo, Huawei und Honor ermöglichen es Angreifern in WLAN-Reichweite, private Daten abzuhören.
Wichtigste Details
- Schwachstellen in allen untersuchten Datentransfer-Apps gefunden
- Angriffreichweite: ca. 20 bis 45 Meter indoors via WLAN
- Angreifer können Anruflisten, SMS, Fotos, Anmeldedaten und Gesundheitsdaten auslesen
- In einigen Fällen direkte Einschleusch von Schadsoftware möglich
- Insgesamt mehr als 12 Milliarden Downloads der betroffenen Apps
- Alle sieben Hersteller haben Sicherheits-Updates bereitgelegt
Was ist neu
Entdeckung, dass gängige "Phone Clone"- und ähnliche Tools, die nahtlosen Datentransfer versprechen, massiv auf Kosten der Sicherheit gehen. Bisher wurden diese Schwachstellen nicht bedacht.
Warum relevant, für wen
Betrifft alle Nutzer, die ein neues Smartphone kaufen und Daten übertragen wollen. Besonders brisiko in Geschäften, wo viele Geräte eingerichtet werden. Mit über 12 Milliarden Downloads sind fast alle Android-Geräte potenziell betroffen.
Was ist noch unklar
Keine Angaben, wie viele Nutzer tatsächlich betroffen sind oder ob schon reale Angriffe dokumentiert wurden. Die Forscher sprechen von "Responsible Disclosure".
Wie geht es weiter
- Alle sieben Hersteller haben Updates bereitgelegt
- Empfehlung: vor Datenmigration aktuelle Versionen beider Geräte installieren
- In manchen Fällen nötig: Update des gesamten Betriebssystems
Quellen
SicherheitSmartphoneAndroidDatenschutz
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