WirtschaftMicrosoft an der Börse

Microsoft-Aktie nähert sich wieder 4 Billionen Dollar Börsenwert

Nach Absturz auf 2,6 Billionen Dollar erholt sich Microsoft durch starkes Cloud-Wachstum. Analysten sehen Kaufsignale, doch politische Risiken und hohe Investitionen bleiben Unsicherheitsfaktoren.

anltx Redaktion2 min Lesezeit Mit KI erstellt

Erholung nach Tiefststand im Juni

Die Microsoft-Aktie notiert wieder in Reichweite der 4-Billionen-Dollar-Marke. Am Freitag schloss der Kurs an der NASDAQ bei 535,07 US-Dollar, ein Plus von 2,4 Prozent. Im vorbörslichen Handel am Montag legte die Aktie um weitere 0,42 Prozent auf 537,29 US-Dollar zu. Das Rekordhoch von rund 553 US-Dollar – erreicht im Juli 2025, als Microsoft als zweites Unternehmen nach NVIDIA die 4-Billionen-Schwelle überschritt – rückt damit wieder näher. Im Juni war der Börsenwert noch auf 2,6 Billionen Dollar gefallen.

Quartalszahlen als Wendepunkt

Den Turnaround markierten die Zahlen für das Schlussquartal des Geschäftsjahres am 29. Juli. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 90,0 Milliarden Dollar, das Cloud-Geschäft Azure wuchs um 43 Prozent. Das Auftragsvolumen kletterte um 84 Prozent auf 678 Milliarden Dollar. Finanzchefin Amy Hood stellte Investitionen von rund 175 Milliarden Dollar in Aussicht, nach zuvor bis zu 190 Milliarden Dollar.

Ein Vorbehalt: Ein Vorteil von 0,27 Dollar je Aktie stammte aus Einmalposten, darunter 3,2 Milliarden Dollar aus der Beteiligung an Anthropic. Der Gewinn je Aktie allein zeichnet damit ein zu freundliches Bild.

Analystenüberwiegend zuversichtlich

Der Konsens lautet "Strong Buy". 36 von 37 Analysten raten laut TipRanks-Daten zum Kauf, einer zu "Hold". Das mittlere Kursziel liegt bei 586,14 Dollar. An der Börse gilt Microsoft seit den Juli-Zahlen wieder als Profiteur der KI-Welle, nicht als ihr Opfer. Im Mittelpunkt steht nun, ob sich die massiven Rechenzentrumsinvestitionen in angemessenem Tempo auszahlen.

Politische Unsicherheiten als neuer Risikofaktor

Gegenwind kommt aus der Politik. Die US-Regierung schließt Microsoft vorläufig vom Green-Card-Verfahren für ausländische Mitarbeiter aus. Vizepräsident Vance warf dem Konzern Missbrauch des H-1B-Systems vor; Microsoft widersprach. Die geschäftlichen Folgen sind bislang nicht bezifferbar.

Was noch unklar ist

Ob Azure das Wachstumstempo hält und wie sich die Investitionen entwickeln, zeigt sich bei den nächsten Quartalszahlen. Auch die Auswirkungen des Streits mit der US-Regierung auf Personalgewinnung und operative Abläufe bleiben offen.

Nächster Termin

Microsoft veröffentlicht die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 28. Oktober nach US-Börsenschluss. Der Webcast zur Telefonkonferenz beginnt um 2:30 Uhr Pacific Time.

Quellen

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