WirtschaftHeizkosten sparen

Heizsaison 2026: Wie Sie mit einfachen Maßnahmen Heizkosten senken

Die Heizperiode läuft seit Oktober. Experten nennen konkrete Spartipps: Ein Grad weniger spart sechs Prozent Energie, Stoßlüften verhindert Schimmel, und der Heizspiegel 2026 zeigt bis zu 900 Euro Unterschied je Heizart.

anltx Redaktion2 min Lesezeit Mit KI erstellt

Heizperiode offiziell gestartet

Seit dem 1. Oktober 2026 läuft die offizielle Heizsaison, die bis zum 30. April 2027 andauert. Wie der WDR und freenet Mail berichten, lassen sich durch gezieltes Verhalten bereits jetzt nennenswerte Beträge einsparen – ohne neue Technik oder große Investitionen.

Temperatur gezielt regeln statt „T-Shirt-Klima"

Laut Umweltbundesamt (UBA) und Verbraucherzentrale sinkt der Energieverbrauch pro Grad niedrigerer Raumtemperatur um etwa sechs Prozent. Bei jährlichen Heizkosten von 1.000 Euro entspricht das rund 60 Euro Ersparnis pro Grad. Empfohlene Richtwerte:

  • Badezimmer: 23 Grad
  • Wohn- und Kinderzimmer: 20 Grad
  • Küche: 18 Grad
  • Schlafzimmer: 17 Grad
  • Wenig genutzte Räume: mindestens 16 Grad (Schimmelgefahr)
  • Abwesenheit über mehrere Tage: 15 Grad

Bei klassischen Thermostatventilen entspricht Stufe 3 ungefähr 20 Grad, Stufe 2 etwa 16 Grad. Stufe 5 heizt nicht schneller, sondern nur auf eine höhere Zieltemperatur.

Stoßlüften statt Dauer-Kippstellung

Drei- bis viermal täglich für mindestens fünf Minuten die Fenster weit öffnen – idealerweise querlüften. Währenddessen Thermostate herunterdrehen, damit die Heizung nicht gegen die kalte Außenluft anheizt. Besonders nach Duschen, Baden oder Kochen ist zeitnahes Lüften wichtig, um Feuchtigkeit abzuführen und Schimmel vorzubeugen.

Heizkörper freihalten und nachts absenken

Möbel oder lange Vorhänge vor Heizkörpern behindern die Wärmeverteilung. Nachts und bei Abwesenheit die Temperatur moderat absenken, nicht ganz ausschalten – starkes Auskühlen kostet beim Wiederaufheizen mehr Energie. Programmierbare Thermostate können den Tagesablauf automatisiert abbilden.

Heizspiegel 2026 als Orientierung

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund den Heizspiegel 2026 veröffentlicht. Er wertet Verbrauchs- und Kostendaten für das Abrechnungsjahr 2025 aus. Ergebnis: Je nach Heizart (Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Fernwärme) klaffen die Kosten um bis zu 900 Euro auseinander. Für 2026 erwartet co2online besonders bei Heizöl und Pellets starke Preissteigerungen – Pellets wegen schwacher Baukonjunktur (weniger Späne), gestiegener Nachfrage und höherer Transportkosten.

Was ist noch unklar?

  • Konkrete Prognosen, wie stark Heizöl- und Pelletpreise 2026/2027 tatsächlich steigen werden.
  • Ob und wann staatliche Entlastungspakete oder Preisbremsen greifen.
  • Individuelle Einsparpotenziale hängen stark vom energetischen Zustand des Gebäudes ab (unsanierter Altbau vs. Passivhaus).

Wie geht es weiter?

  • Heizspiegel 2026 steht für Vergleiche bereit (Quelle 1, 2).
  • Nächste Abrechnungsperiode läuft bis 30. April 2027.

Quellen

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