SoftwareGTA 6 vor dem Release

GTA-6-Leaks: Rockstar nennt die Leaks „herzzerreißend“, Take-Two geht gegen Plattformen vor

Ein 24-Minuten-Video des anonymen Leakers „Cyberleek“ zeigt Nacktheit, Wettrennen und First-Person-Modus. Take-Two hat Unterschriften-Subpoenas gegen Microsoft, Discord und X eingelegt.

anltx Redaktion3 min Lesezeit Mit KI erstellt

Ein 24-Minuten-Video setzt Rockstar unter Druck

Rockstar Games hat auf die geleakten GTA-6-Inhalte reagiert und den kommenden Release am 19. November damit zugleich bestätigt. Auslöser war ein gut24 Minuten langes Video, das die anonyme Gruppe „Cyberleek“ nach eigener Aussage Ende August erstmals wieder veröffentlicht hat – Mashable zufolge das ausführlichste Bildmaterial zum Spiel außerhalb des im August auf Netflix ausgestrahlten offiziellen „Extended Look“.

Was das Leak zeigt

Das Video enthält längere Passagen mit Jason, dem männlichen Protagonisten, vollständig nackt und detailgenau modelliert; am Ende ist die zweite Protagonistin Lucia ebenfalls überwiegend nackt zu sehen. Die Nichtreaktion der NPCs auf die Nacktheit und ein aus dem Nichts erzeugter Panzer deuten laut Mashable darauf hin, dass im geleakten Build Developer-Werkzeuge genutzt wurden – ein Spielstand, der so im fertigen Spiel vermutlich nicht erreichbar ist.

Inhaltlich weniger überraschend, aber neu sind dagegen mehrere Elemente: zwei verschiedene Autorennen (auf dem Land und in der Stadt), jeweils mit einleitenden Cutscenes, ein kurzer Blick auf die Fahrzeuganpassung mit_upgrades für Motor und Getriebe sowie erstmals gezeigte Sequenzen in der Egoperspektive – beim Fahren und zu Fuß. Die Egoperspektive hatte Rockstar bei GTA 5 erst nachträglich und auch in Red Dead Redemption II eingeführt.

Drohung gegen den Konzern

Nach einer weiteren Veröffentlichung drohte Cyberleek damit, einen vollständigen Build samt vollständiger Story-Kampagne und Abspann zu veröffentlichen – allerdings an eine Bedingung geknüpft: Der Marktwert des zur Gruppe gehörenden Meme-Coins muss 30 Millionen US-Dollar erreichen. Nach der Berichterstattung darüber stieg der Wert von zunächst 3,8 auf 5,7 Millionen US-Dollar. Bereits eine Woche vor dem Netflix-Teaser hatte die Gruppe weitere Videos angedroht, falls Rockstar seine reine Digitalstrategie nicht ändert. In einer öffentlichen Erklärung bot sie laut GamesIndustry.biz nur einen Ausweg: physische Discs und eine öffentliche Entschuldigung für Take-Two.

Rechtlich ging der Konzern gegen die Verbreiter vor: Take-Two reichte Unterschriften-Subpoenas bei Microsoft, Discord und X ein, um die Identität der Verursacher zu ermitteln; einer der Anträge enthielt eine Take-down-Forderung an Discord mit dem Hinweis auf „unauthorisierte, geleakte Gameplay-Aufnahmen des unveröffentlichten Grand Theft Auto 6“.

Was Rockstar sagt

Der Entwickler nannte die Umstände gegenüber der Spielerschaft in einer Stellungnahme (sinngemäß übersetzt): „Es ist offensichtlich nicht so, wie wir beabsichtigt hatten, dass die Spieler das Spiel nach all der Zeit sehen.“ Man habe das Team als „herzzerreißend“ bezeichnet und hoffe, dass alle noch etwas länger warten, um das Spiel am 19. November selbst zu erleben. Damit gilt der Termin als von Rockstar bestätigt; laut Mashable sind Vorbestellungen für Xbox Series X/S und PlayStation 5 geöffnet.

Für wen das wichtig ist

Für alle, die das Spiel kaufen wollen, ist die praktische Folge überschaubar: Der Release-Termin und die genannten Konsolen stehen, die Commissions-Gutschrift der Leaks ist aber nicht mehr sauber zu holen. Rockstar selbst räumt ein, dass das Spielerlebnis durch Spoiler beeinträchtigt sein kann. Wer sich das Material bewusst ansieht, weiß damit, dass Filters wie „ab 18“ beim video Peer nicht greifen.

Was ist noch unklar

Ob Nacktheit tatsächlich ins fertige Spiel kommt und welche Spielmechaniken wirklich erreichbar sind, ist offen. Herkunft und Umfang des geleakten Builds sind ungeklärt, die Marktwertbedingung für die angekündigte Veröffentlichung bisher nicht erreicht. Zu Take-Tros-Webseiten und Plattformen, zur Rolle von Microsoft, Discord und X sowie zu weiteren Reaktionen Rockstars nennen die Quellen keine Details; ein Support für Computerplattformen wird in keiner der beiden Quellen genannt. Mashable führt inzwischen einen Beitrag mit der Überschrift, Cyberleek habe die Leaks für beendet erklärt und mit einem „Dead Man’s Switch“ gedroht – dessen Inhalt liegt jenseits der vorliegenden Quellen.

Quellen

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