GTA 6: Leaker droht mit Release des kompletten Spiels – und nutzt Memecoin als Hebel
Was ist passiert
Die Gruppe hinter den jüngsten GTA-6-Leaks hat damit gedroht, eine komplette Version des Spiels inklusive Story-Mode und Abspann zu veröffentlichen. Wie IGN berichtet, macht CyberLeek das davon abhängig, ob die Marktkapitalisierung ihres Memecoins 30 Millionen Dollar erreicht. Nach der Meldung der Drohung stieg sie von 3,8 auf 5,7 Millionen Dollar (Quelle 1, sinngemäß übersetzt).
Was die Leaker fordern
In der an Take-Two gerichteten Warnung heißt es: „Take-Two hat einen Ausweg: physische Disks und eine öffentliche Entschuldigung. Sie können ihn jederzeit wählen. Oder sie können darauf wetten, dass CL blufft. Jeder weiß, welchen sie wählen werden“ (Quelle 1, sinngemäß übersetzt). Zudem erklärte CyberLeek: „Wenn CyberLeek Rockstar erreichen kann, ist niemand sicher“.
Ein Video, das eine Woche vor dem erschienenen Netflix-„Extended Look“ von Rockstar gepostet wurde, enthielt rund 24 Minuten Gameplay, Cutscenes, Storydetails und eine First-Person-Kameraeinstellung. Das erneute Auftreten nach dem Netflix-Trailer zeigt: Die Gruppe stellt weiter Material in den Netzwerk.
Was neu ist: Erneutes Update mit Lucia und Customization
Nach einer Pause seit Ende August veröffentlichte CyberLeek ein fast 25-minütiges Video mit deutlichem Blick auf die beiden Protagonisten. Jason, die männliche Hauptfigur, ist großteils nackt zu sehen; kurz am Ende des Videos erscheint Lucia, die andere Hauptfigur, ebenfalls überwiegend unbekleidet (Quelle 2, sinngemäß übersetzt).
Mashable hält fest, dass Indizien auf Entwicklerwerkzeuge deuten: NPCs reagieren nicht auf Jasons Nacktheit, und zu einem Punkt spawnt der Spieler einen Panzer aus dem Nichts. Ob die Darstellung im finalen Spiel möglich ist, bleibt unklar. Neben dem NSFW-Bereich zeigt das Video Fahrzeugrennen mit einführenden Cutscenes, Fahrzeug-Upgrades für Motor und Getriebe sowie einen First-Person-Modus beim Fahren und Laufen.
Wie Take-Two und Rockstar reagieren
Take-Two reagierte schnell und erlass Vorladungen (Subpoenas) gegen Microsoft, Discord und X, um die Identität des angeblichen Rechtsverletzers zu ermitteln. In einer Eingabe an Discord hieß es, es handele sich um „unbefugtes, geleaktes Gameplay-Material des unveröffentlichten Grand Theft Auto 6“. Die Verteilung stelle eine unbefugte Vervielfältigung und Offenbarung urheberrechtlich geschützter Inhalte dar (Quelle 1, sinngemäß übersetzt).
Rockstar erklärte auf die Leaks: „Offensichtlich nicht so, wie wir wollten, dass ihr das Spiel nach all dieser Zeit seht.“ Es wäre untertrieben, zu sagen, dass dies „herzzerreißend für unser Team“ sei. Man hoffe, dass alle ein wenig länger warten und das Spiel am 19. November selbst erleben (Quelle 1, sinngemäß übersetzt).
Warum relevant
Die Vorfälle betreffen alle, die auf das Spiel warten, und zeigen zugleich eine neue Form der Erpressung über Kryptowährungen: Der Druck auf den Publisher wird über die Marktkapitalisierung eines Memecoins erzeugt. Zudem ist unklar, ob und in welchem Umfang Spoiler die geplante Spielerfahrung beeinflussen – wie ausdrücklich eingedämmt diese Auswirkung sein wird, bleibt offen.
Was ist noch unklar?
Ungeklärt sind laut Quellen der Ursprung und der tatsächliche Inhalt des von der Gruppe erhaltenen Builds. Ebenso ist offen, ob die Nacktheit der Figuren im endgültigen Spiel möglich ist, und ob Drohung und Forderungen ernst gemeint sind.
Wie geht es weiter
GTA 6 soll am 19. November erscheinen und ist aktuell für Xbox Series X/S und PlayStation 5 vorbestellbar (Quelle 2). Weitere Schritte oder Termine sind den Quellen nicht zu entnehmen.
Quellen
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