Googlebooks im Alltag: Android-Laptops mit guter Hardware und Problemen bei der Telefon-Anbindung
Android-Laptops von Google gestartet
Google hat im September 2026 seine „Googlebooks“ angekündigt, eine neue Klasse von Laptops mit dem „Googlebook OS“. Nach Einschätzung eines frühen Käufers, der seine Eindrücke am 12. Oktober 2026 im Blog Whatever veröffentlichte, ist das System im Wesentlichen eine überarbeitete Fassung von Android 17. Zum Start waren fünf Hersteller dabei: Acer, Asus, Hewlett-Packard, Lenovo und Dell. Aus den Quellen geht ein US-Start hervor: Die Preise liegen zwischen 899 und 1.299 US-Dollar, bestellen ließ sich etwa beim Händler Best Buy.
Preise, Modelle und Ausstattung
Google machte Hardware-Vorgaben: mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine 512-Gigabyte-SSD, Metallgehäuse, hintergrundbeleuchtete Tastatur, Touchscreen mit hoher Bildwiederholrate (beim Dell 120 Hertz) sowie Prozessoren von Intel oder Qualcomm. Im Dell XPS Googlebook steckt ein Snapdragon X Elite. Das Modell kostet 999 US-Dollar – 100 US-Dollar mehr als der Acer Googlebook 14 – und liegt damit in etwa auf dem Niveau eines neueren MacBook Air. Das Dell-Gerät ist das kleinste der fünf Startmodelle und das einzige ohne OLED-Display; es hat lediglich zwei USB-C-Ports und keinen Kopfhöreranschluss. Der Käufer des Dell-Modells hatte zunächst den Acer Googlebook 14 vorbestellt und bezahlt; laut Best Buy war dieser aber ausverkauft. Das Dell-Notebook traf einen Tag nach der Bestellung ein.
Sein Hardware-Fazit fällt freundlich aus: solide Verarbeitung, gute Tastatur, entspiegeltes Display, leise Lüfter. „Pretty nice“, schreibt er – sinngemäß übersetzt: durchaus gefällig. Software-seitig gelte aber: „Google still has work to do on its shiny new operating system“ (sinngemäß übersetzt: Google habe an seinem glänzenden neuen System noch Arbeit).
Was die Geräte können – und was nicht
Die Einrichtung gehe schnell und erinnere stark an Android, berichtet The Verge nach der ersten Woche mit Asus- und HP-Modellen: In wenigen Minuten sind biometrische Anmeldung, Google-Konto und Telefonverbindung erledigt. Gelobt werden eigenständige Desktop-Fassungen von Apps sowie Offline-Downloads etwa bei Netflix oder HBO Max.
Kritisch fällt das Zwischenspiel mit dem Telefon aus – einem der wichtigsten Verkaufsargumente. Die Verbindung sei instabil, das Streamen von Apps umständlich und die Dateifreigabe offenbar kaputt, urteilte The Verge (sinngemäß übersetzt). Beide Geräte müssen im selben WLAN sein und Bluetooth aktiviert haben, offline funktioniert die Verbindung nicht. Der frühe Käufer beschreibt als Pixel-Besitzer mit Android 17 dasselbe Problem: Die Verbindung breche ab, Abhilfe schaffe nur ein Neustart beider Geräte. Er vermutet einen bekannten, bereits bearbeiteten Fehler – das ist seine Einschätzung, keine Bestätigung von Google.
Auch das App-Angebot hat Lücken: Bluesky und das Anmeldetool Okta ließen sich auf den Testgeräten nicht installieren – laut The Verge nicht nur auf Intel-, sondern auch auf dem ARM-basierten HP-Modell, womit sich Googles Andeutung eines reinen Intel-Problems nicht erhärtet. Chrome auf dem Googlebook beherrsche weder Profilwechsel noch geteilte Fenster oder eigene Such-Kürzel; viele Apps hätten nur für Telefone gedachte Oberflächen, etwa die Mobilfassung von Slack oder Adobes Android-Apps. Der frühe Käufer nennt immerhin rund 97 Prozent der Android-Apps als problemlos lauffähig, auch auf den Intel-Modellen.
Das Streamen einzelner Telefon-Apps auf den Laptop – statt einer kompletten Bildschirmspiegelung – hebt The Verge als Stärke hervor: kurz in WhatsApp antworten oder eine Ausgabe in Splitwise begleichen, ohne zum Telefon zu greifen.
Für wen das relevant ist
Für Android-Nutzer, die Telefon und Laptop eng verzahnen wollen, ist die Integration das naheliegendste Kaufargument – der frühe Käufer nennt sie als Hauptmotiv für seinen Kauf. Wer klassische Desktop-Programme braucht, stößt an Grenzen: Chrome, Slack, Photoshop und Lightroom seien auf dem Googlebook ungenügend nutzbar, schreibt The Verge.
Was ist noch unklar?
Die Quellen betreffen ausschließlich den US-Markt; ob und wann die Googlebooks nach Deutschland oder Österreich kommen, wird nicht genannt. Offen bleibt auch, wann die Telefon-Anbindung zuverlässig läuft – eine Stellungnahme von Google dazu enthalten die Texte nicht. Zur Akkulaufzeit existiert nur die Aussage „gut, aber nicht berauschend“; Messwerte fehlen. Und wie viele Apps wirklich für den Desktop gebaut sind, bleibt offen – vom Play-Store-Label „Made for desktop“ habe der Verge-Autor nur eine Handvoll gesehen.
Wie es weitergeht
Google hat nach Angaben des frühen Käufers bereits in der ersten Woche nach dem Marktstart Updates für das Googlebook OS veröffentlicht, die Fehler korrigieren. Ob die Telefon-Anbindung dazugehört, geht aus den Quellen nicht hervor.
Quellen
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