Google baut KI-Suche um: Mehr und früher platzierte Links in KI-Modus und KI-Überblicken
Google rückt Links in der KI-Suche in den Vordergrund
Google kündigt Änderungen an seinen KI-gestützten Suchfunktionen an, also dem KI-Modus (AI Mode) und den KI-Überblicken (AI Overviews). Kern der Ankündigung: In KI-Antworten sollen Inline-Links künftig "häufiger weiter oben in Antworten" platziert werden (sinngemäß übersetzt). Inline-Links sind Verweise, die in Wörter oder Formulierungen innerhalb einer generierten Antwort eingebettet sind. Google verweist auf "fortlaufende und deutliche Erhöhung" deren Anteils in den KI-Erlebnissen.
Ein eigener Bereich für offizielle Seiten
Für Aufgaben, bei denen es im Netz nur ein oder zwei offizielle Anlaufstellen gibt, testet Google einen neuen Abschnitt ganz oben in der Antwort. Er soll die passenden Links hervorheben und Kontext liefern, "warum jeder Link nützlich ist" (sinngemäß übersetzt). Als Beispiel nennt ein Google-Bild eine Suchanfrage zu einer Flugzeiterstattung.
Klickbarere Ende der Antwort und Creator-Profile
Am Ende einiger KI-Antworten will Google die Links ebenfalls aufwerten: Der Bereich "Dive Deeper" soll Bildvorschaubilder und ein "klickbareres Design" erhalten (sinngemäß übersetzt). Erstmals getestet werden außerdem klickbare Namen von Creatorn und Publishern bei Videowergebnissen im KI-Modus; sie führen auf Search-Profile, die nur berechtigten Creatorn und Publishern zur Verfügung stehen und mehr Kontext zu deren übriger Arbeit geben sollen.
Karussells und bevorzugte Quellen werden ausgerollt
Die bereits im Mai angekündigten Karussells mit aktuellen Artikeln in den KI-Suchfunktionen werden weltweit auf weitere Regionen und Sprachen ausgeweitet. Sie zeigen laut Google zugleich die "Preferred Sources" der Nutzer. Die Nutzung dieser Personalisierungsfunktion ist seit Jahresbeginn um mehr als das Siebenfache gewachsen.
Hintergrund: Sorge um Traffic, Gegenzug mit Lizenzen
Hintergrund ist die Kritik, das kompakte Antwortformat nehme Verlagen Traffic. Google verweist darauf, Anbieter für die "Bereitstellung und Nutzung vertiefter Inhalte" zur Entwicklung neuer KI-Funktionen zu bezahlen, darunter ausführliche Artikelüberblicke auf Verlagsseiten bei Google News. Mehr als 400 Verlage nehmen am "News AI"-Pilotprogramm teil, das im Dezember angekündigt wurde; laut Google sind Axios, CNN und The Financial Times neu hinzugekommen.
Noch offen
Die Quellen nennen weder einen Zeitplan noch einzelne Länder oder Sprachen für die Ausweitung, auch nicht für Deutschland oder Österreich. Ebenso fehlen Angaben dazu, wie viele Antworten betroffen sind, wie lange die Tests laufen und ob sich die Klickzahlen zu Verlagsseiten messbar verändern.
Wie es weitergeht
Google rollt die Karussells weltweit weiter aus und testet parallel die neuen Link-Formate. Einen Abschlusstermin oder feste Fristen nennt das Unternehmen nicht.
Quellen
GoogleKI-ModusKI-ÜberblickeAI OverviewsSuchmaschinePublisherNachrichten
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