SoftwareDDoS-Angriff auf Xbox

Gears of War: E-Day fällt aus – DDoS-Attacken lähmen Online-Service

The Coalition bestätigt DDoS-Attacken bei Gears of War: E-Day – Spieler hatten Login-Probleme und Trennungen

anltx Redaktion4 min Lesezeit Mit KI erstellt

DDoS-Angriff beeinträchtigt Start von Gears of War: E-Day

Die Coalition hat bestätigt, dass Gears of War: E-Day am vergangenen Wochenende einen distributed-denial-of-service-(DDoS)-Angriff auf seine Online-Dienste erlebte. Spieler berichteten über intermittierende Trennungen und Login-Probleme, womit der Zugriff auf den Xbox-Series-X|S- und PC-Titel erheblich erschwert wurde. Die Coalition erklärte dazu: "Our teams are continuing to monitor and mitigate this activity. We'll provide updates if there are any significant changes. Thank you for your patience and understanding." Auch das offizielle Xbox-Konto bestätigte später: "Service for Gears of War: E-Day is back to normal. Thanks for your patience while we worked to resolve the issue."

Verlauf der Störung und Reaktion der Community

Wie der Gears-of-War-Community-X-Account berichtete, traten die Probleme bereits gestern auf. Betroffen waren nach Beschreibung "intermittent disconnects, login issues, or other service disruptions". Die Störungen führten nach Angaben von Eurogamer zu verlängerten Wartezeiten und sollen nach Berichten den Kampagnenmodus trotz Kauf offenbar unspielbar gemacht haben, obwohl Gears of War: E-Day für Xbox Series X|S, PC und Xbox Game Pass konzipiert ist. Der Community-Account fügte hinzu: "Earlier today, some players experienced intermittent disconnects, login issues, or other service disruptions in Gears of War: E-Day. These issues were due to distributed denial-of-service (DDoS) attacks targeting our online services."

Bereits im Januar dieses Jahres hatten nach Eurogamer-Berichten ähnliche DDoS-Attacken andere Online-Spiele getroffen: Arc Raiders und The Finals waren von koordinierten Attacken betroffen, zudem Final Fantasy 14. Damit zeigt sich, dass Angriffe auf Online-Gaming-Dienste ein anhaltendes Phänomen ohne einfache Lösung darstellen.

Release im größeren Kontext von Microsoft-Gaming-Umstrukturierungen

Gears of War: E-Day erschien als Titel, der explizit auf Xbox Series X|S und PC ausgelegt ist – eine bewusste Entscheidung zugunsten einer PS5-Version. Mike Crump, Studio-Head von The Coalition, erklärte im BBC-Interview, dass Erfolg für E-Day hinter rein sales-liegen geht: "We measure things like, are we showcasing the platform? Are we pushing the hardware to its limits? Are we showcasing what the Xbox is capable of? ...Our goal basically is to be the best-looking game on the Xbox and really show the industry what's possible with our hardware."

Der Release steht im Kontext umfassender Veränderungen bei Microsoft Gaming. Xbox-Chefin Asha Sharma hatte einen "Reset" des Gaming-Geschäfts angekündigt, bei dem bereits fast 2.000 Stellen gestrichen wurden, mit weiteren Kürzungen zu rechnen. Studios wurden neu organisiert: So wurde das Studio Rare, das zuvor Halo und Sea of Thieves entwickelte, unter Activision eingegliedert, und Obsidian, Entwickler von Grounded, unter Bethesda (Fallout) gestellt.

Zusätzlich berichtete Alinea-Analytics-Analyst Rhys Elliott, dass E-Day nach schätzungsweise 230.000 verkauften Exemplaren in der ersten Woche stehe – eine weiche Anfangsphase, die nicht von Microsoft offiziell bestätigt wurde. Diese unofficial figures stellten zudem in Zusammenhang mit der These, dass der Xbox Game Pass möglicherweise Sales cannibalisiere.

Darüber hinaus besitzt E-Day auf Steam ein "mostly positive" User-Review-Rating, wie IGN berichtete. Der Studio-Head von The Coalition hatte zudem auf Berichten über Sorgen von Mitarbeitern um ihre Jobs am Studio reagiert und versichert, das nächste Gears-Spiel würde länger nicht in Anspruch nehmen. Eurogamer hatte internen Berichten zufolge nach dem Release von E-Day mit Layoffs beim Studio The Coalition gerechnet; die Stimmung sei "let's not celebrate the game until we're three months post launch, just in case" gewesen – ein ungewöhnlicher Zustand, wie eine Quelle angab. Man erwarte "die nächste Welle [an Layoffs], oder eine Neuorganisation unter Activision oder etwas später dieses Jahr", hieß es weiter.

Was bleibt unklar

Hintergrund der Attacken spekulieren Online-Beobachter teils als fortlaufenden Konflikt wegen der Berichterstattung des Spiels als "woke". Auch unklar bleibe, ob und in welchem Umfang die schätzungsweise 230.000 ersten Verkaufsexemplare tatsächlich durch den Game-Pass-Effekt beeinflusst werden, da die Daten nicht von Microsoft stammen. Ebenso bleibt unklar, wie es mit der Online-Stabilität von E-Day in den kommenden Wochen weitergeht, da The Coalition lediglich ankündigte, die Situation weiter zu beobachten und bei erheblichen Änderungen Updates zu geben.

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