SoftwareFritzOS 8.50 für die FritzBox 5690

FRITZ!OS 8.50 erreicht die FritzBox 5690: DNS-Filter, Priorisierung für Videocalls, SOS-Modus am FritzFon

Der stabile Rollout von FRITZ!OS 8.50 läuft weiter. Auf der Glasfaser-FritzBox 5690 bringt das Update über 40 Änderungen mit – darunter DNS-Filterlisten, automatische Priorisierung von Videocalls und ein vereinfachter Modus fürs FritzFon.

anltx Redaktion4 min Lesezeit Mit KI erstellt

Dritter Router im Rollout: die FritzBox 5690

FRITZ!OS 8.50 steht jetzt auch für die FritzBox 5690 zum Download bereit. Nachdem bereits zwei Geräte des Berliner Netzwerkanbieters die stabile Firmware erhalten hatten, ist der Glasfaser-Router das nächste Modell in der Verteilung. Das Update fasst nach Angaben von AVM über 40 Anpassungen zusammen, davon elf neue Funktionen. Installiert wird es entweder automatisch oder manuell über die Benutzeroberfläche im Menü „System“ und „Update“.

Den Auftakt hatte laut COMPUTER BILD die DSL-Flaggschiff-FritzBox 7690; der Start des Rollouts fiel mit dem 40. Firmenjubiläum zusammen, zugleich wurde die kommende FritzBox DSL/Fiber 7-90 angekündigt. Zuvor waren die Neuerungen nur als Labor-Version auf ausgewählten Geräten verfügbar gewesen.

DNS-Anfragen aus Heim- und Gastnetz filtern

Als eine der wesentlichen Neuerungen können Anwender DNS-Anfragen aus dem Heim- und aus dem Gastnetz über hinterlegte Listen filtern. Damit lassen sich auf Router-Ebene etwa Werbung, Tracking-Dienste, PhPhishing-Seiten oder Schadsoftware blockieren. Eigene Filterlisten oder öffentliche Sperrlisten sind möglich; greift ein Gerät auf eine gesperrte Adresse zu, unterbindet die FritzBox die Verbindung. COMPUTER BILD hebt den integrierten DNS-Filter als eines der Hauptmerkmale der Version hervor.

Echtzeitverkehr wird automatisch erkannt

Videokonferenzen und ähnliche echtzeitrelevante Anwendungen erkennt die FritzBox nun automatisch und priorisiert deren Datenverkehr im Heimnetz. Bisher mussten solche Einstellungen von Hand gesetzt werden. Die Priorisierung greift laut Quelle jetzt auch in Richtung des Heimnetzes, und im Online-Monitor wird sichtbar, welche Geräte zuletzt profitiert haben. Dort erscheinen zudem Upstream- und Downstream-Werte der stärksten Verbraucher.

„Einfacher Modus“ fürs FritzFon mit SOS-Funktion

Für DECT-Telefone wie das FritzFon gibt es einen neuen „Einfachen Modus“. Er reduziert Menüs und Funktionen auf das Telefonieren und richtet sich laut AVM ausdrücklich an die Bedürfnisse älterer oder weniger technikaffiner Menschen. Die Softkeys lassen sich als Schnellwahltasten belegen, bei der Ziffernwahl werden die eingegebenen Ziffern optional vorgelesen. Integriert ist außerdem ein SOS-Ruf: Bis zu vier Notfallkontakte werden im Ernstfall automatisch nacheinander angerufen, Dauer und Wiederholung der Sequenz sind einstellbar. Bei der Priorisierungsspezifikation „RSN Overriding“ sollen zudem ältere WLAN-Geräte besser Zusammenarbeiten.

Smart Home und MyFRITZ!App

Der „Smart Check“ in der MyFRITZ!App zeigt den Zustand der FritzBox, gibt Hinweise und Empfehlungen und reicht Auswertungen für Internet, WLAN, Telefonie, Smart Home und Sicherheit. Voraussetzung sind laut Changelog die App-Versionen ab iOS 2.16.0 beziehungsweise Android 2.29.0. Routinen wie „Haus verlassen“ oder „Urlaub“ lassen sich mit mehreren Auslösern verknüpfen, etwa Zonen aus der FritzApp Smart Home – eine Routine startet erst, wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Für Steckdosen gibt es „Abschalten bei Überlast“.

VPN, NAS und Fehlerbehebungen

Bei der manuellen WireGuard-Konfiguration lassen sich nun VPN-Verbindungen für die Benutzereinwahl anlegen, die MTU ist einstellbar, und nach einem Ausfall wird der zugehörige Datenverkehr nicht ungeschützt über die Internetleitung geschickt. Für GIGA zufolge wurde außerdem die maximale Zahl der Freigaben für den Netzwerkspeicher von 20 auf 250 erhöht. Behoben wurden unter anderem fehlende Fehleranzeigen bei abgeschalteten Geräte-LEDs, eine fehlerhafte Darstellung von Sonderzeichen in Gerätenamen und blockierte Kindersicherungs-Regeln im VPN-Betrieb. Geändert hat sich außerdem die DHCP-Vergabe der域名 – hier: Die Domain „fritz.box“ wird nicht mehr automatisch als Domain-Name über DHCP verteilt.

Verfügbarkeit bei Providergeräten

FRITZ!OS 8.50 wird zunächst nicht überall gleichzeitig verfügbar sein: Bei über den Internetanbieter gemieteten FritzBoxen prüfen die Provider die Updates laut COMPUTER BILD erst selbst, bevor sie sie ausrollen.

Was ist noch unklar

Die Quellen nennen kein konkretes Datum für die Verteilung an die FritzBox 5690. Offen bleibt außerdem, welche beiden Router die stabile Fassung bereits erhalten haben – COMPUTER BILD nennt die 7690 als erstes Modell, der Anbieterartikel spricht allgemein von zwei Geräten. Eine Matter-Bridge wird nur für das Topmodell 5690 Pro beschrieben; ob und ab wann auch für die 5690, geht aus den Quellen nicht hervor.

Quellen

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