Facebook: „Your Algorithm“ lässt Nutzer den Feed mit eigenen Worten steuern
Was Meta angekündigt hat
Meta hat „Your Algorithm“ auch für Facebook eingeführt. Die Funktion erlaubt es, Themen für Feed und Reels selbst zu verwalten und Facebook in freier Sprache zu sagen, was man mehr oder weniger sehen möchte. Meta spricht von einer KI-Funktion, mit der sich der Feed „in Echtzeit“ anpasst (TechCrunch vom 13. Oktober 2026, Facebook-Blogbeitrag vom Oktober 2026).
Bereits seit Dezember 2025 gibt es „Your Algorithm“ auf Instagram zuerst für Reels, seit Juni 2026 für Feed und Explore. Threads hat mit „Dear Algo“ eine vergleichbare Funktion. Facebook ist damit der dritte Meta-Dienst, der die manuelle Algorithmus-Steuerung bekommt.
Wo die Steuerung erreichbar ist
Facebook hat das Drei-Punkte-Menü an jedem Beitrag überarbeitet. Von dort aus ist „Your Algorithm“ erreichbar; zusätzlich sollen „Interested“ und „Not interested“ auch direkt unter Beiträgen erscheinen. Nach einer solchen Antwort kann Meta Nachfragen stellen, um zu erfragen, was genau an dem Inhalt gefallen oder nicht gefallen hat – sinngemäß übersetzt: „Wir können nachfragen, um mehr darüber zu erfahren, was dir gefallen oder nicht gefallen hat.“ Die Antworten fließen laut Unternehmen direkt in die Empfehlungen ein.
Was sich technisch ändert
Bisher hat Facebook laut eigener Darstellung aus einer ganzen Reihe von Signalen – Likes, Kommentare, angesehene Videos – abgeleitet, was eine Person interessiert. Neu kommt große Sprachmodelle dazu. Meta schreibt, Sprachmodelle könnten Interessen, Kontext und Absicht hinter natürlicher Sprache erfassen und damit „einen Algorithmus erschließen, mit dem man tatsächlich sprechen kann“ (sinngemäß übersetzt). Die Anpassung erfolge innerhalb derselben Sitzung, also während der Nutzung.
Warum das relevant ist
Die Kontrolle verschiebt sich von einem System, das Beobachtungen auswertet, hin zu einer direkten Kommunikation mit dem Ranking. Für Nutzer kann das bedeuten, dass sich Themen, die sie tatsächlich interessieren, leichter in den Vordergrund holen lassen – und umgekehrt Inhalte, die stören. TechCrunch ordnet den Schritt als Hinweis darauf ein, dass sich soziale Netzwerke Streaming-Diensten annähern, bei denen Empfehlungen selbst konfigurierbar sind.
Die Quellen nennen keinen Startmarkt. Meta kündigt die Funktion schrittweise an; ob und wann sie in Deutschland, Österreich oder Chile verfügbar ist, geht aus den Berichten nicht hervor.
Was ist noch unklar
- Ob und für welche Konten die Option schon sichtbar ist, wird nicht mitgeteilt.
- Offen bleibt, ob Einstellungen dauerhaft gespeichert werden oder nur für die laufende Sitzung gelten.
- Unabhängige Tests oder Messwerte zur Wirkung der neuen Funktion liegen in den Quellen nicht vor.
Quellen
FacebookMetaAlgorithmusReelsInstagramThreadsSoziale Netzwerke
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