WirtschaftRansomware-Angriff

Cyberangriff auf Seetelhotels auf Usedom: Ransomware lahmlegt IT-Systeme

Seetelhotels auf Usedom Opfer von Hacker-Angriff mit Ransomware; Untersuchung läuft

anltx Redaktion4 min Lesezeit Mit KI erstellt

Was ist passiert

Am Wochenende des 10. bis 11. Oktober 2026 entdeckte die interne IT-Abteilung der Seetelhotels auf Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald einen Cyberangriff. Wie aus mehreren Berichten (Quelle 1, Quelle 3) hervorgeht, hatten die IT-Verantwortlichen den Vorfall bereits am Wochenende registriert und daraufhin die betroffenen Systeme umgehend isoliert und vom Netz genommen. Es handelt sich um einen Ransomware-Angriff, bei dem nach Angaben der Hotelgruppe (Quelle 3) Angreifer Schadsoftware einsetzen, die Nutzer vom Zugriff auf Geräte aussperrt oder einzelne Dateien und Systembereiche verschlüsselt. Für die Freigabe fordern die Täter in der Regel ein Lösegeld. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen. Seit dem Wochenende läuft eine forensische Untersuchung des Vorfalls, bei der geprüft wird, ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind. Nach aktuellem Kenntnisstand (Stand 14. Oktober 2026, Quelle 2) lässt sich nicht vollständig ausschließen, dass auch personenbezogene Daten betroffen sind.

Wichtigste Details mit Datum

  • 10./11. Oktober 2026: Entdeckung des Angriffs durch die interne IT-Abteilung; sofortige Isolierung und Abschaltung der Systeme. Verschiedene Quellen nennen leicht unterschiedliche Tage (Quelle 1 spricht vom Wochenende, Quelle 2 unterscheidet zwischen Hauptmitteilung vom 10. Oktober und Fragenkatalog vom 11. Oktober).
  • 14. Oktober 2026: Unternehmensstand zur Lage. Nach Unternehmensangaben (Quelle 2) lag zum diesem Datum keine Lösegeldforderung vor. Sollten die Angreifer Kontakt aufnehmen, folgt Seetelhotels den Empfehlungen des Bundeskriminalamts und nimmt keinen Kontakt auf.
  • Laufende Ermittlungen: Die forensische Untersuchung prüft nach Unternehmensangaben (Quelle 2, Quelle 3), ob und in welchem Umfang Angreifer Daten heruntergeladen haben. Als möglicherweise betroffene Datenkategorien werden genannt: Kunden- und Buchungsdaten, interne Verwaltungsdaten, Unternehmens- und Kontaktdaten von Geschäftspartnern sowie Dokumente aus der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern (Quelle 2).
  • Geschäftsbetrieb: Nach Unternehmensangaben (Quelle 2) läuft der Geschäftsbetrieb weiter, allerdings mit Einschränkungen. Betroffene IT-Systeme umfassen einige Kommunikationskanäle und Verwaltungsprozesse. Die Bearbeitung von Buchungen und Anfragen kann zu Verzögerungen kommen, da benötigte Daten und Systeme nicht durchgehend verfügbar sind. Auch die Beantwortung von E-Mails könne länger dauern.
  • Warnung vor Phishing: Nach Cyberangriffen mit Datenabfluss komme es erfahrungsgemäß vermehrt zu Spam- und Phishing-Nachrichten (Quelle 3). Gäste sollten besonders aufmerksam sein bei Mitteilungen, die die Hotelgruppe als Absender ausweisen oder zu Zahlungen auf eine geänderte Kontoverbindung auffordern. Verdächtige Anhänge und Links sollten nicht geöffnet werden.
  • Reaktion des Unternehmens: Unmittelbar nach der Feststellung isolierte Seetelhotels betroffene Systeme und trennte deren Internet- und Netzwerkverbindungen. Zur Unterstützung wurde ein externer IT-Sicherheitsdienstleister hinzugezogen, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt (Quelle 2). Zudem wurde eine fristgerechte Vorabmeldung bei der zuständigen Datenschutzbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgegeben und Anzeige beim Landeskriminalamt erstattet. Die betroffenen Systeme werden aktuell vollständig neu aufgesetzt und installiert.

Was ist neu

Aktuelle Informationen vom Stand 14. Oktober 2026 (Quelle 2) zeigen, dass die Systeme nach derzeitigem Stand voraussichtlich noch einige Tage komplett neu aufgesetzt und installiert werden müssen. In seiner Information erklärte das Unternehmen, dass bis zum Abschluss der Neuinstallation voraussichtlich noch einige Tage vergehen würden. In der Zwischenzeit werde versucht, den Betrieb über Ausweichprozesse sicherzustellen. Auch der hinzugezogene Dienstleister untersuche die Daten zusätzlich auf Schadsoftware. Der Unternehmensstand betont, dass neue Erkenntnisse direkt und transparent kommuniziert würden, sobald diese vorlägen.

Warum relevant, für wen

Das Thema betrifft direkt Gäste der Seetelhotels auf Usedom sowie Geschäftspartner mit im System hinterlegten Daten. Bestehende Risiken bestehen insbesondere für Phishing-Angriffe und unautorisierte Zahlungen an geänderte Kontoverbindungen. Die Hotelgruppe hat angekündigt, betroffene Gäste falls notwendig zu informieren und die betroffenen Datenkategorien zu benennen sowie Informationen zu möglichen Risiken und konkreten Schutzmaßnahmen bereitzustellen. Für die allgemeine Öffentlichkeit ist das Beispiel relevant als Demonstration, wie Hotelbetriebe auf Cybervorfälle reagieren und welche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und die Datensicherheit von Gästen entstehen können.

Was ist noch unklar

Es bleibt insbesondere unklar, ob und in welchem Umfang tatsächlich personenbezogene Daten von Gästen oder Geschäftspartnern abgeflossen sind. Der genaue Umfang des Datenabflusses und die Identität der Täter sind noch nicht geklärt. Auch die Frage, welche konkreten Systeme und Datenbereiche im Detail betroffen sind, bleibt vorläufig offen, bis die forensische Untersuchung abgeschlossen ist. Die Hotelgruppe selbst weist darauf hin, dass nach aktuellem Kenntnisstand nicht vollends ausgeschlossen werden könne, dass personenbezogene Daten betroffen sind.

Wie geht es weiter

Nach Unternehmensangaben werden die betroffenen IT-Systeme voraussichtlich noch einige Tage komplett neu aufgesetzt und installiert. In dieser Phase wird der Betrieb über Ausweichprozesse aufrechterhalten. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden diese direkt und transparent kommuniziert, teilte Seetelhotels mit. Gäste werden zu erhöhter Aufmerksamkeit insbesondere bei E-Mails und Nachrichten aufgerufen, die die Hotelgruppe als Absender haben oder Zahlungen auf geänderte Kontoverbindungen fordern. Sollten die Angreifer Kontakt aufnehmen, folgt das Unternehmen den Empfehlungen des Bundeskriminalamts und nimmt keinen Kontakt auf.

Quellenangaben: Die vorliegenden Informationen basieren auf Berichten von Tagesschau (Quelle 1), TAGESKARTE (Quelle 2) und der Ostdeutschen Allgemeinen (Quelle 3).

Quellen

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