Android-Sicherheitslücke: SMS des Todes lahmlegt Handys
Ein Sicherheitsforscher hat eine kritische Schwachstelle im Android-Betriebssystem identifiziert. Die "SMS des Todes" (SMS of Death) ermöglicht es Angreifern, Smartphones in eine Dauerschleife des Neustarts zu zwingen. Eine einzige manipulierte Kurznachricht reicht aus, um das Telefon lahmzulegen.
Die Bedrohung betrifft zahlreiche Geräte mit den Android-Versionen 12 bis 17. Das Tückische an der Attacke ist, dass die Nachricht völlig unsichtbar im Hintergrund erfolgt und nicht im Posteingang des Nutzers erscheint. Die Nutzung von veralteten Mobilfunktechnologien wie WAP-Push erlaubt es Betreibern, Konfigurationsbefehle ohne aktive Nutzerinteraktion zu senden.
Falls eine solche Attacke erfolgreich ist, startet das Gerät nach etwa 1,5 bis 90 Minuten wieder neu und zeigt eine Aufforderung zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. IT-Experten warnen dringend vor dem Auswählen der Option "Wipe data", da bei diesem Vorgang sämtliche Fotos, Dokumente und private Dateien unwiderruflich gelöscht werden.
Statt das Gerät voreilig zu löschen, empfiehlt Mark Blaszczyk einen technischen Rettungsweg. Betroffene sollten sich an versierte Fachleute oder Fachwerkstätten wenden. Über eine kabelgebundene Verbindung zum PC lässt sich das Gerät über das Entwicklerwerkzeug Android Debug Bridge (ADB) wiederherstellen.
Google hat auf das Problem reagiert und Sicherheitsupdates für die Versionen 14, 15, 16 und 17 bereitgestellt. Bei der Auslieferung gibt es jedoch massive Unterschiede zwischen den Herstellern: Besitzer von hauseigenen Pixel-Geräten erhalten die Patches umgehend, während Drittanbieter oft Wochen oder Monate warten müssen.
Ältere Systeme mit Android 12 oder 13 bleiben ungefixt. Nutzer sollten regelmäßig nach Updates suchen und diese sofort installieren. Die betroffenen Geräte sind in Österreich sowie in den USA verbreitet.
Quellen
AndroidSicherheitslückeWAP-PushGoogle Update
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