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    "body_markdown": "## Datenzentren stehen im Visier\n\nSeit Beginn des Jahres 2026 sind Rechenzentren zu einem Ziel militärischer Angriffe geworden. Nach den US- und israelischen Operationen gegen Iran reagierte Teheran mit Schlägen auf Energieinfrastruktur in der Golfregion – und, weniger öffentlich beachtet, auf Rechenzentren. In Russland und der Ukraine liefern sich beide Seiten inzwischen gegenseitige Angriffe auf Datenzentren. Laut TIME bewerten Fachleute dies als eine neue Front im Krieg.\n\n## Was konkret passiert ist\n\nIm März 2026 traf Iran zwei Amazon-Standorte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ein weiterer Standort in Bahrain wurde durch einen nearby Drohnenangriff beschädigt. Diese Anlagen sind dem Bericht zufolge seitdem überwiegend offline. Amazon teilte am 15. September mit, man habe den „Zugriff auf die dort gehosteten Ressourcen und Daten nicht wiederherstellen\" können (sinngemäß übersetzt).\n\nEnde September führten russische Angriffe auf ukrainische Rechenzentren zu Unterbrechungen bei Fernsehsendungen und beim Internetzugang. Das russische Verteidigungsministerium begründete dies damit, die Zentren verarbeiteten und übermittelten Geheimdaten für die ukrainischen Streitkräfte (sinngemäß übersetzt).\n\nAm 8. Oktober begann die ukrainische Gegenoffensive. Seitdem führte die Ukraine Drohnenangriffe auf drei Yandex-Rechenzentren aus. Das zuerst getroffene Gelände in Sasowo beherbergt zwei von drei Supercomputern, mit denen Yandex seine KI-Modelle entwickelt. Der Ausfall traf nach einem Bericht von Meduza auch Kunden wie die russischen Eisenbahnen, MegaFon, T-Bank und mehrere Medien. Präsident Wolodymyr Selenskyj verteidigte die Vergeltung mit dem Satz, man antworte immer mit Gleichem (sinngemäß übersetzt).\n\n## Kriegsinfrastruktur statt Nebensache\n\nDer KI-Boom hat Nachfrage nach Rechenleistung, Speicher und Cloud-Diensten stark erhöht; Telekommunikationsunternehmen, Banken, Krankenhäuser und Energieversorger hängen an dieser Infrastruktur. Kirk Cameron, Gründungsdirektor des Institute for Advanced Computing an der Virginia Tech, sagt: „Rechenzentren liegen auf dem kritischen Pfad der modernen digitalen Infrastruktur\" (sinngemäß übersetzt). Auch militärisch sind sie relevant: Die Ukraine nutzt KI für Drohnenzielerfassung und Gefechtsplanung, die US-Firma Palantir entwickelt dafür Waffensysteme mit der ukrainischen Armee, und das US-Militär nutzt Palantirs System Maven zur Zielerfassung.\n\n## Neue/front: Sicherheit als Standortfaktor\n\nEmily Harding vom Center for Strategic and International Studies hält Datenzentren für eine neue Frontlinie und diskutiert eine neue Abschreckungslogik, die nicht nur Leben und Gesundheit, sondern auch Daten schützt. Ihrer Einschätzung nach erkennen die Betreiber, dass sie ihre Anlagen nicht schützen können – was das Cloud-Modell insgesamt infrage stellen könnte. Zusätzlich sollen die Vereinigten Arabischen Emirate ihr geplantes KI-Rechenzentrum mit 5 Gigawatt nach den iranischen Angriffen auf das Land verteilen; ursprünglich war ein 10 Quadratmeilen großer Campus in Abu Dhabi mit Oracle, Nvidia und Cisco geplant.\n\n## Wofür Rechenzentren im Orbit taugen könnten\n\nJLL-Researchleiter Daniel Thorpe ordnet orbitale Rechenzentren im Data Centre Magazine als noch konzeptionelle Ergänzung ein. Treiber sind Engpässe am Boden: Der Energiebedarf wächst laut JLL mit rund 14 % pro Jahr bis 2030, Netzanbindungen dauern in Mumbai rund zwei Jahre, in Amsterdam und Tokio bis zu zehn Jahre. Im Orbit gäbe es dauerhaft Sonnenenergie und passives Strahlungskühlen im Vakuum ohne Wasserverbrauch. Sinnvoll wären sie für verzögerungstolerante Aufgaben wie KI-Training, Batch-Verarbeitung und Archivspeicher; Echtzeitlasten blieben am Boden. Die Hürden: rund 2.700 US-Dollar pro Kilogramm Startkosten heute gegenüber etwa 200 US-Dollar pro Kilogramm als Schwelle für Wirtschaftlichkeit, sowie rund 40.000 vermessene Objekte mit mehr als einem Zentimeter Größe als Kollisionsrisiko.\n\n## Was ist noch unklar\n\nEinige Quellen nennen keine Angaben zum Umfang der Schäden oder zu einer geänderten US-Abschreckungspolitik. Für orbitale Rechenzentren fehlen Zeitpläne und Kosten; auch für den deutschen Markt nennen die Quellen nichts. Ob die beschädigten Standorte wieder in Betrieb sind, ist außerhalb der Mitteilung von Amazon vom 15. September nicht dokumentiert.",
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