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    "title": "Gefälschte RTX 4090: Dummy-GPU und falscher Speicher täuschen Originalchips vor",
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    "teaser": "Ein Kunde kauft eine vermeintlich defekte RTX 4090 als Reparaturprojekt und findet eine nachgebaute GPU sowie Speicherchips, die echte Micron-Bausteine kopieren. Auf einem chinesischen Marktplatz werden ähnliche Platinen für umgerechnet 52 US-Dollar angeboten.",
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    "body_markdown": "## Defekte RTX 4090 entpuppt sich als Fälschung\n\nEin russischer GPU-Reparaturspezialist mit dem Namen VIK-on hat eine angeblich defekte GeForce RTX 4090 untersucht, die sich als aufwändiger Nachbau herausstellte. Ein Kunde hatte die Karte als blanke Leiterplatte ohne Kühler für 30.000 Rubel, umgerechnet etwa 350 US-Dollar, erworben, um sie als Reparaturprojekt wiederzubeleben. Weil das Kühlsystem fehlte, war vor dem Kauf keine Funktionsprüfung möglich, berichten Tom's Hardware und VideoCardz.\n\n## Aufbau der Fälschung\n\nNach Angaben des Spezialisten haben die Fälscher Beschriftung, GPU-Gehäuse, Chip-Markierungen und den Vergussstoff rund um den Prozessor kopiert. Die Attrappe des GPU-Dies wurde per Ball Grid Array (BGA) auf die Platine gelötet – also so befestigt, wie es bei Originalbausteinen in der Fertigung geschieht. Auffällig wurden Abweichungen bei Substratfarbe, Oberflächenreflexionen und Schriftzügen. Nach dem Entfernen des Pakets zeigte sich, dass die Kontaktfläche keinem funktionierenden Prozessor entsprach; zudem löste sich die Lötstoppmaske beim Reinigen auf.\n\nAuch der Speicher ist gefälscht: Die Chips tragen Markierungen, die echten Micron-Bausteinen ähneln. Erst nach dem Auslöten eines Pakets fiel auf, dass darin offenbar GDDR6 steckt, während eine echte RTX 4090 GDDR6X verwendet. Eine Reparatur ist damit ausgeschlossen. VIK-on vermutet, das Platinendesign basiere auf einer RTX 3090 Ti, einen Beleg dafür gibt es nicht.\n\n## Ähnliche Angebote auf chinesischem Marktplatz\n\nNach dem Bericht hat VIK-on laut VideoCardz einen Anbieter in China ausfindig gemacht. Auf dem Second-Hand-Marktplatz Goofish bietet ein Verkäufer aus Shenzhen entsprechende Platinen als „NVIDIA GTX4090-24G“ für 350 RMB, umgerechnet rund 52 US-Dollar, an. Zur Ausstattung gehören laut Beschreibung DisplayPort- und HDMI-Anschlüsse, ein Kühler fehlt. Der Verkäufer weist ausdrücklich darauf hin, dass das Produkt nicht funktionsfähig ist, und schlägt unter anderem die Nutzung für Ersatzteile, Reparaturversuche, Boardtäusche oder Präsentationszwecke vor. Rückgabe und Umtausch sind ausgeschlossen; die Anzeigen verzeichneten mindestens 27 Kommentare und 187 Merkungen. Laut Käufer der russischen Karte hatte der dortige Verkäufer fünf oder sechs weitere solcher Platinen. Woher die Fälschungen stammen, ist nicht bestätigt; VIK-on hält eine Serienfertigung, möglicherweise in China, für denkbar.\n\n## Nicht der erste Fall\n\nFälschungen rund um die RTX 4090 sind nicht neu. Bereits im Juni fand der chinesische Hardware-Händler Brother Zhang eine für rund 222 US-Dollar gekaufte Karte, in der statt des Nvidia-AD102-Chips ein Plastikblock mit nachgemachten Markierungen saß; die Kennung „TW 3043E2“ wies das Baujahr 2030 aus. Frühere Fälle arbeiteten zudem mit umgebrandeten Chips der RTX 3090 und RTX 3080. Neu ist, wie nah die aktelle Kopie am Original ist: Auffällig werde sie praktisch nur, wenn man Bauteile auslötet.\n\n## Woran man die Fälschung erkennt\n\nSichtbare Merkmale sind laut VIK-on ein bläullicher statt grauer Farbton des Vergussstoffs um den Die, ein helleres, fast gelblich wirkendes Substrat sowie Abweichungen bei Reflexionen und Beschriftung. Ohne Vergleich mit einem Original bleiben diese Unterschiede schwer erkennbar. Der gefälschte Speicher fällt in der Regel erst nach dem Auslöten auf. Software- oder BIOS-Prüfungen helfen nicht, da die Karten tot verkauft werden und sich nicht einschalten lassen.\n\n## Für wen das relevant ist\n\nBetroffen sind vor allem Käufer gebrauchter High-End-Grafikkarten, besonders solcher, die als „defekt“ oder „ungetestet“ angeboten werden. Die Berichte raten, beim Verkäufer auf einen Funktionsnachweis zu bestehen und die Karte vor dem Kauf in ein System einzubauen und zu testen. Zudem gilt: Ein Preis von rund 350 US-Dollar liegt weit unter dem, was eine funktionierende RTX 4090 kostet – ein Warnsignal.\n\n## Was ist noch unklar\n\n- Wo und von wem die Fälschungen gefertigt werden; das ist nicht bestätigt.\n- Wie viele der nachgebauten Platinen im Umlauf sind.\n- Ob entsprechende Angebote auch in Deutschland oder Europa kursieren, wird in den Berichten nicht thematisiert.",
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        {
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